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Ärzte ohne Grenzen


Kurzbericht zur ASKA-Veranstaltung „Ärzte ohne Grenzen – Zusammen mit Soldaten gegen die Not?“, ein Vortrag mit anschließender Diskussion am 23.04.2012

Vor einem gut besetzten Hörsaal der Universität Augsburg sprach Dr. Klaus Konstantin von der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ über seine Einsätze an der Elfenbeinküste und auf Haiti nach dem verheerenden Erdbeben im Jahre 2010 sowie generell über die Herausforderungen humanitärer Hilfe in Bürgerkriegsgebieten. Unterlegt durch Fotos nahm der Arzt die rund 60 Veranstaltungsbesucher/innen dank seines humorvollen und sehr direkten Redestils auf lebendige Weise mit durch seine Erlebnisse.So berichtete er von den Problemen in einer fragilen bürgerkriegsähnlichen Situation wie an der Elfenbeinküste, als neutrale Partei wahrgenommen zu werden und nicht plötzlich selbst zur Zielscheibe zu werden. Unter diesem Blickwinkel machte er besonders deutlich, wie essentiell eine strikte Abgrenzung von militärischem Personal für die Arbeit der „Ärzte ohne Grenzen“ sei, um sich nicht selbst zu gefährden und Erfolge erzielen zu können. Ebenso stellte er zu Beginn die Prinzipien seiner Organisation heraus, um aufzuzeigen, in welchen anderen Punkten und Bereichen auch die „Ärzte ohne Grenzen“ sich von anderen humanitären Hilfsorganisationen bewusst abgrenzen.Weiterhin erzählte er von den praktischen, personellen und materiellen Grenzen bei seinen Einsätzen, auf Grund derer es oft nur möglich gewesen sei, die am lebensbedrohlichsten erkrankten, verletzten oder unterernährten Menschen zu behandeln. Daneben erklärte er, wie die mobile und die stationäre Untersuchung und Behandlung funktioniere und wie schwierig es z.B. teilweise sei, Menschen, die damit nicht vertraut sind, den richtigen Gebrauch von Medikamenten zu vermitteln. Kleine erfreuliche Erfolge dieser Arbeit bestanden im dokumentierten Rückgang von schwerwiegend kranken Menschen und gravierend unterernährten Kindern.Nach seinem Vortrag beantwortete Dr. Konstantin ausdauernd die vielen Fragen des Publikums. Der ASKA freut sich über das rege Interesse an der Veranstaltung und bedankt sich noch einmal sehr herzlich bei Dr. Klaus Konstantin für die spannenden Einblicke sowie bei allen Besuchern/-innen für ihre Teilnahme.