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Gleitende Tonhöhen auf klingenden Konsonanten (DFG)


Projektstart: 01.04.2018
Projektende: 31.03.2021
Projektträger: DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)
Projektverantwortung vor Ort: Dr. Kilian Sprau

Zusammenfassung

Gleitende Tonhöhenübergänge gehören – dies lehren historische Quellen ebenso wie die frühesten Musikaufnahmen der Tonträger-Ära – in der Aufführungspraxis des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts zu den selbstverständlichen Ausdrucksmitteln des Gesangs und (Streich-)Instrumentalspiels. Angesichts der Omnipräsenz, die das ‚Portamento‘ und verwandte Vortragsstilmittel zu jener Zeit besessen haben, ist bemerkenswert, in welchem Maße sie im Laufe des 20. Jahrhunderts aus der Aufführungspraxis westlicher Kunstmusik verschwunden sind.
Auch die musikwissenschaftliche bzw. -pädagogische Forschung hat sich des Themas ‚Portamento‘ bislang nur vereinzelt angenommen: Im Gegensatz etwa zur Zeitgestaltung (Agogik, Tempowahl und -konsistenz) haben ‚gleitende Tonhöhen‘ in Interpretations- und Performance-Forschung bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch verhältnismäßig wenig Forschungsinteresse erregt.
Hier wird das Forschungsprojekt ansetzen. Es möchte Aufschluss gewinnen über einen Spezialfall des sängerischen Portamentogebrauchs: den gleitenden Tonhöhenübergang, der nicht auf vokalischen Lauten, sondern – subtiler – auf klingenden Konsonanten realisiert wird.

Beschreibung

Es handelt sich hierbei um ein bislang kaum beforschtes Thema. Das Projekt wird als Analyse von Tonaufnahmen durchgeführt und durch Auswertung schriftlicher Zeugnisse ergänzt. Das zu analysierende Korpus besteht aus repräsentativen Aufnahmen von Liedern des Komponisten Richard Strauss; es ermöglicht einen historischen Längsschnitt durch die Geschichte der Aufnahme von Strauss-Liedern seit Beginn der Tonträger-Ära.

Publikationen

Vortrag

Werkstattbericht aus dem Augsburger DFG-Projekt. Vortrag auf dem 76. Symposion der Lohmann-Stiftung für Liedgesang e.V. 15./16. September 2018, Künstlerhaus Hannover. 

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