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Einladung zum Vortrag am Montag, 15. Januar 2018, 15:45-17:15 Uhr: Nationalitätenkonflikte im (professionellen) Musikbetrieb der späten Habsburgermonarchie


Ass.-Prof. Dr. Fritz Trümpi (mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien)

Die Rede vom "Musikbetrieb" referiert auf die praktische Ausgestaltung
des Musiklebens - im Unterschied etwa zu musikästhetischen Zugängen, die
in der musikwissenschaftlichen Forschung bis heute auch hinsichtlich von
Fragen nach dem Verhältnis von Nationalismus und Musik einen vorrangigen
Platz einnehmen. Im Mittelpunkt stehen hier somit weniger kompositorisch- normative Gesichtspunkte, sondern vielmehr die aufführungspraktische Seite der Musik, oder noch konkreter, die Aufführenden musikalischer Veranstaltungen. Ich hefte mich also (berufsmäßigen) Musikern und Musikerinnen aus verschiedenen Gebieten der späten Habsburgermonarchie an die Ferse, und untersuche, zu welchem Zweck und mit welchem Ergebnis sie sich zu (Interessens-)Gruppen vereinigten und so die Bildung musikalischer Berufsorganisationen vorantrieben. Dieser Weg führt mich schließlich zur Ausgangsfrage nach Nationalitätenkonflikten zwischen den (sehr heterogenen) Berufsgruppen von Musikern und Musikerinnen zurück, die ich dahingehend zu beantworten - bzw. zu diskutieren - versuche, inwiefern eine Untersuchung zur
"Nationalisierung" von Musikern und Musikerinnen für eine Erklärung von
"Nationalisierungen" des Musikbetriebs historiographischen Wert
verspricht.

Ass.-Prof. Dr. Fritz Trümpi
(mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien)

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Meldung vom 27.12.2017