MODO




MODO: Motivationale Orientierungen von Universitätsdozentinnen und -dozenten in Forschung und Lehre

Struktur, Bedingungen sowie lehr- und leistungsbezogene Effekte persönlicher Ziele


Projektdauer: 01.12.2014–30.09.2017
Gefördert von: Studienstiftung des deutschen Volkes
Projektverantwortung vor Ort: Dr. Martin Daumiller



 

Zusammenfassung

Übergeordnetes Ziel des Promotionsprojektes, das von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert wurde, war es, das Konzept der lehr- und forschungsbezogenen Zielorientierungen von Dozierenden empirisch zu analysieren und somit evidenzbasiert für die Beschreibung, Erklärung und Optimierung professioneller Kompetenz wissenschaftlichen Personals nutzbar zu machen. Im Einzelnen fokussierte dies (1) die Entwicklung eines theoretischen Strukturmodells der lehr- und forschungsbezogenen Zielorientierungen, (2) eine Untersuchung deren zeitlicher Stabilität und Domänenspezifität (bezüglich Forschung und Lehre als auch transsituational) und (3) die Analyse der Effekte (Lehr- und Forschungsverhalten bzw. -ergebnisse) sowie personeller und kontextueller Bedingungsfaktoren dieser motivationalen Orientierungen.


Beschreibung

Ein konstitutives Element von Universitäten ist der Konnex aus Lehre und Forschung, der von dort angestelltem wissenschaftlichem Personal ein breites Kompetenzprofil und kontinuierliche Weiterentwicklung fordert. Die Motivation von Dozierenden ist eine kaum erforschte – jedoch, wie anzunehmen ist, wichtige – Bedingung der Leistung und Weiterentwicklung in den Bereichen der Forschung und Lehre.

Dementsprechend wird im vorliegenden Projekt als zentrale Motivationskomponente das Konzept der Zielorientierungen von Dozierenden und dessen Bedeutung für die Qualität deren Lehre und Forschung in den Mittelpunkt gestellt. Zielorientierungen beschreiben, auf welche Ziele Personen in Leistungskontexten ausgerichtet sind (z. B. Dweck, 1986; Elliot, 2005; Nicholls, 1984). Im Allgemeinen ist dieses Konzept gut untersucht; nicht jedoch für Dozierende an Universitäten. Basierend auf umfangreicher internationaler Forschung zu Struktur und Relevanz von Zielorientierungen für unterschiedliche Personengruppen wird das Postulat geprüft, dass Lehr- und Forschungsqualität von Dozierenden von ihren Zielorientierungen abhängen.