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Drittmittel bewilligt für Projekt zu Transitional Justice


Mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes und des Programms zivik (zivile Konfliktbearbeitung) des Instituts für Auslandsbeziehungen e. V. (ifa) beginnt am Lehrstuhl für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Friedens- und Konfliktforschung (Prof. Dr. Christoph Weller) Ende Oktober ein Projekt zum Transitional-Justice-Prozess in Kambodscha. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Opferbeteiligung an strafrechtlichen Prozessen. Hierzu wird im Dezember 2008 ein Workshop in Phnom Penh, Kambodscha stattfinden, der verschiedene Akteure im Bereich der Opferarbeit an den Extraordinary Chambers in the Courts of Cambodia zusammenbringt. Ziel des Workshops ist es, Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten für die Nichtregierungsorganisationen in diesem Feld zu schaffen sowie die Bedingungen erfolgreicher Vergangenheitsbearbeitung gemeinsam zu reflektieren und zu diskutieren.

Das Programm „zivik“ fördert internationale Friedensprojekte in Krisenregionen und berät Nichtregierungsorganisationen sowie das Auswärtige Amt auf diesem Gebiet. Mit dem Programm wird nicht nur zivile Konfliktbearbeitung gefördert, sondern auch ein Beitrag zur Vernetzung staatlicher und nichtstaatlicher Akteure initiiert. Inhaltliche Schwerpunkte reichen von der Ausbildung in gewaltfreier Konfliktbearbeitung, Unterstützung vertrauensbildender Maßnahmen zwischen Konfliktparteien bis zur Traumabearbeitung und Reintegration von Ex-Kombattanten.

Meldung vom 30.10.2008