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Kooperationsprojekt zur Teilnahme am UNESCO-Welterbeprogramm


Lernwege zum Welterbe – Die Augsburger Wassertürme als außerschulischer Lernort

Projektstart: 01.04.2016
Projektträger:
Projektverantwortung vor Ort: apl. Prof. Dr. Andrea Richter

Zusammenfassung

Eine exkursionsdidaktische Aufgabensammlung zur UNESCO-Welterbe-Bewerbung der Stadt Augsburg für ihre historische Wasserwirtschaft

Derzeit bewirbt sich die Stadt Augsburg um den Titel „UNESCO-Weltkulturerbe“ für ihre historische Wasserwirtschaft. Ein Gegenstand der Bewerbung sind die aus dem 15./16.Jahrhundert stammenden Wassertürme am Roten Tor mit ihren damals revolutionären Pumpsystemen.

Beschreibung

Im Sommersemester 2016 erarbeiteten 40 Teilnehmer/Teilnehmerinnen einer Projektgruppe 80 Vorschläge in Form von Arbeitsblättern für eine Lehrerhandreichung zur exkursionsdidaktischen Erschließung und Vermittlung dieser Bauwerke für die Sekundarstufe. Die interdisziplinäre Projektgruppe setzte sich aus Studierenden der Universität Augsburg und Experten aus Wissenschaft und Praxis zusammen, welche das Projekt in einer Kooperation mit dem Kulturreferat der Stadt Augsburg realisierten.

Zum Adressatenkreis der exkursionsdidaktischen Aufgabensammlung zählen Jugendliche aus bildungsfernen Schichten und Lernende mit besonderem  Förderbedarf.  Diese sollen individuelle Wege nutzen, um sich dem Denkmal in verschiedenen Facetten (u.a. ästhetisch-künstlerisch, geschichtlich, geographisch, technisch/physikalisch/mathematisch, gesundheitlich/sozial oder ethisch) zu nähern.

Nach dem Prinzip des task-based-learnings konzipiert bieten die Aufgabenblätter die hierfür notwendige Vielfalt. In einem ersten Schritt wurden Qualitätskriterien aufgestellt und als Leitfaden kommuniziert: hoher Aufforderungscharakter, Berücksichtigung unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, individuelle Lösungswege, Selbstkontrollmöglichkeiten, einfache Sprache, Reduktion von Komplexität, Handlungsorientierung und multifunktionaler Medieneinsatz. Unterstützend wirkt ein Gestaltungskonzept, welches Erkenntnisse aus dem Multimedialernen, dem Informationsdesign und der kognitiven Psychologie  einbezieht.

Die Aufgabenblätter (bestehend aus dem Arbeitsblatt für Schüler und ergänzenden Hinweisen und Informationen für Lehrende auf der Rückseite) werden durch Projektvorschläge sowie „hands-on“ Experimente in einer Experimentierkiste ergänzt. Die in Gemeinschaftsarbeit konzipierten und in Pretests optimierten Handreichungen für Lehrer und Lernende enthalten skalierte Evaluationsbögen, mit denen die Einlösung der angestrebten, im Zielspektrum jeweils differenziert ausformulierten Kompetenzerwartungen und die Handhabbarkeit in der Praxis festgestellt werden soll.


Beispielhafte Auszüge aus den Lehrer- und Schülerseiten