Exkursion nach Rom 17. – 23. September 2017

Nach einigen vorbereitenden Sitzungen im Lehrstuhlgebäude in Augsburg nahm das gesamte Seminar mit 12 Teilnehmerinnen an einer Exkursion nach Rom teil. Dort konnte an den Originalen das Prinzip der analytischen Erfassung von Werken aus den Gattungen Bildhauerei, Malerei und Architektur besprochen und eingeübt werden. Das Original und dessen Erkundung vor Ort ermöglicht insbesondere bei raumbestimmten Arbeiten eine völlig andere Erfahrung und einen entsprechend differenzierteren Erkenntnisprozess als das Studium anhand von Reproduktionen oder mehransichtigen Darstellungen. So lag der Fokus auf der Betrachtung von Plastik, Architektur und städtebaulichen Manifestationen, wie beispielsweise der Gestaltung von Plätzen. Zu letzterer bietet Rom eine Fülle von Anschauungsbeispielen, oft in der Verbindung mit dort installierten Skulpturen, die mit den diese Räume begrenzenden Gebäuden ein Gesamtkunstwerk ergeben. Darüber hinaus wurde immer wieder die mehr als 2000-jährige städtebauliche Entwicklung diskutiert und die Verflechtung der Stilepochen, wie sie auch innerhalb einzelner Bauwerke sichtbar wird angesprochen. Doch auch die Malerei wurde von den Studentinnen in zum Teil sprichwörtlich völlig neuem Lichte wahrgenommen, da allein Format und Kontext neue Aspekte der Perzeption evozierten.

Nicht nur bei den Besuchen der Vatikanischen Museen, der Kapitolinischen Museen und der Villa Borghese wurde eine Fülle der Kunst der Antike, des Frühchristentums, der Protorenaissance, der Renaissance und des Barocks erörtert, sondern auch bei vielzähligen Besuchen von Kirchen (z.B. Il Gesù, San Ignazio, San Luigi ai Francesi, Santa Maria del Popolo, Santa Maria sopra Minerva, Santa Maria in Trastevere, San Pietro, ...) und Plätzen (z.B. Piazza del Popolo, Piazza Spagna, Villa Borghese und Pincio, Piazza Navona, Piazza del Campidoglio, Forum Boarium, ...) entdeckt. Dabei kam natürlich auch die Brunnenkultur Roms zu angemessener Geltung (z.B. Fontanone, Fontana di Trevi, Fontana delle Tartarughe, Vierströmebrunnen, ...).

Die Studentinnen hatten niemals zuvor ein solch breites Spektrum der Künstler Michelangelo, Raffael, Bernini, Borromini und Caravaggio gesehen und waren von diesem Sinnenrausch überwältigt. Dieser wurde natürlich in den Entspannungsphasen durch kulinarische Genüsse ergänzt. Die frei disponiblen Zeiten nutzten die Studentinnen für weitere Besichtigungen (z.B. Cimitero dei Cappuccini, Villa Farnese, Forum Romanum, Palatin, ...) und für Ausflüge in die Umgebung.

Zur Dokumentation ihres Romaufenthalts führten alle Teilnehmerinnen ein Skizzenbuch, das sie eifrig mit Zeichnungen, Fundstücken und im Sinne der Spurensicherung nutzten. Sie konnten dabei teilweise auch recht gut die ganz besondere Atmosphäre der Ewigen Stadt und ihres Quartiers Trastevere einfangen.

Augsburg, den 23.11.2017

Markus Schlee

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