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Interreligiöse Bildung


Interreligiöser Dialog und Friedenspädagogik

Die aktuelle EKD-Denkschrift zum Religionsunterricht ‚Religiöse Orientierung gewinnen. Evangelischer Religionsunterricht als Beitrag zu einer pluralitätsfähigen Schule’ (2014) betont Pluralismusbefähigung als Bildungsaufgabe für unsere Gesellschaft. Insofern ist ernstzunehmen, dass Interreligiöses Lernen als Prinzip religiöser Bildung an Schulen möglichst früh das Interesse und die Kompetenz zur Gesprächsbereitschaft miteinander fördert. Sowohl die Ausbildung von angehenden (Religions)Lehrkräften als auch die Möglichkeit der Fort- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern soll hinsichtlich der Förderung friedenspädagogischer Kompetenzen neu profiliert werden. Friedenspädagogische Bemühungen brauchen konkrete Erfahrungsorte und -räume, um Dialog zu ermöglichen und Vorurteilsprävention und damit auch Gewaltprävention zu leisten. Daher ist es wichtig, Möglichkeiten der Begegnung und Kooperation im Religionsunterricht und darüber hinaus an einer religionssensiblen Schule zu schaffen, um an theologischen Themen gemeinsam zu arbeiten und miteinander Unterschiede wahrzunehmen (Differenzkompetenz) und Gemeinsamkeiten zu stärken. Aus friedenspädagogischem als genuin evangelisch motiviertem Grund setzt sich die Evangelische Kirche für die Institutionalisierung eines flächendeckenden Angebots von Islamischem Religionsunterrichts an den Schulen ein, da dies für alle Schülerinnen und Schüler eine wissenschaftlich fundierte religiöse Bildung und Dialogfähigkeit befördert.