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werkstatt für musiktherapeutische forschung


Am zweiten Februar-Wochenende eines jeden Jahres findet die „werkstatt für musiktherapeutische forschung augsburg“ statt. In einer kreativen und offenen Atmosphäre diskutieren Referent*innen, Nachwuchsforscher*innen und Teilnehmer*innen gemeinsam Fragen der Methodik, Transferierbarkeit und Praxisrelevanz von abgeschlossenen und laufenden Forschungsprojekten. Unter den Teilnehmer*nnen sind langjährig erfahrene Musiktherapeut*nnen neben Berufsanfänger*nnen ebenso wie Expert*nnen aus den Grundlagen- und Nachbarfächern der Musiktherapie, die an interdisziplinären Diskursen interessiert sind.

Die werkstatt für musiktherapeutische forschung ist seit 2009 an der Universität Augsburg beheimatet. Gegründet wurde sie 1988 als „ulmer werkstatt für musiktherapeutische grundlagenforschung“ am Universitätsklinikum Ulm u.a. von dem weltweit bekannten Psychotherapieforscher Prof. Horst Kächele sowie von Nicola Scheytt-Hölzer, Prof. Tonius Timmermann et al. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums wurden den beiden Leitern des Masterstudiengangs Musiktherapie an der Universität Augsburg die Geschicke dieses Tagungsformats übergeben und eine Schriftrolle mit allen ‚werkstatt'-Veranstaltungen der vorangegangenen 20 Jahre feierlich überreicht. Das 30-jährige Jubiliäum im Jahr 2018 wurde unter dem Titel „Zeitsprünge“ festlich begangen. Materialien und fotografische Impressionen siehe unten im Archiv. Die ‚werkstatt‘ 2019 unter dem Titel „Kunst des Erwägens“ widmet sich schwerpunktmäßig der qualitativen Forschung. 

Aktuell:

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Auf Wegen, die wir kennen, brauchen wir an keiner Gabelung anzuhalten, um uns für eine Richtung zu entscheiden. Wir finden unser Ziel, indem wir gleichsam automatisch einer gedachten Spur folgen. In unbekanntem Gelände hingegen geht es um eine prüfende und vergleichende geistige Aktivität, um ein mentales Probieren und Gewichten – kurz: um die Kunst des Erwägens.

In der musiktherapeutischen Praxis und Forschung dienen Erwägungen nicht allein der Steuerung konkreter Schritte. Wesentlich grundlegender ist die Suche nach neuen Orientierungen. Besonders in der rekonstruierenden Forschung bilden sich aus analysierenden oder kreativ-konstruktiven Überlegungen auch Interpretationen, Ideen und neue Bewertungen, die auf das untersuchte Feld, die Musiktherapie, zurückwirken.

In der 31. werkstatt für musiktherapeutische forschung wird somit von einem anderen Wirklichkeitsbegriff ausgegangen als in der Effekt-Forschung, die der Legitimation des Faches geschuldet ist. Für die Entdeckung und Gestaltung fachlicher Entwicklungen verspricht die Beschäftigung mit der Diskursanalyse, ihren Grundlagen und Anwendungen neue Gesichtspunkte. Im Leopold-Mozart-Jubiläumsjahr wird dabei auch deutlich, dass Diskurse schon vor 300 Jahren Wirklichkeit(en) nicht nur abgebildet, sondern erzeugt haben.

Wir laden herzlich dazu ein, mit uns auf Spurensuche zu gehen und sowohl altbekanntes und unbekanntes Gelände neu zu erschließen. Alle Informationen zum Programm und zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem Flyer zum download. 

Hans Ulrich Schmidt und Susanne Metzner

Archiv:

  • 2019: "Kunst des Erwägens" Programm
  • 2018: Jubiläumstagung "Zeitsprünge"
    Programm; Fotografische Impressionen; Bericht 
  • 2017: "Mind the Gap" Programm
  • 2016: "Musiktherapeutische Forschung in der Palliativmedizin" Programm
  • 2015: "Musiktherapie und Körper" Programm
  • 2014: "Musiktherapie und Depression" Programm
  • 2013: "International Perspectives in Music Therapy Research" Programm
  • 2012: "Musiktherapie als diagnostisches Instrument" Programm
  • 2011: "Symbolisierung in Psychotherapie und Musiktherapie – präverbal, verbal, nonverbal, transverbal: Denk- und Forschungsansätze" Programm
  • 2010: "Neurobiologie und Musiktherapie" Programm
  • 2009: "Lehre und Forschung in musiktherapeutischen Studiengängen. Flüchtige Begegnung oder Partnerschaft fürs Leben" Programm