Suche

Schumann Symposium


Banner-Schumann-III-farbig
Schumann Symposium III
"Baum, wo sind die Nachtigallen, die hier sangen einst so süß?"


Robert Schumann und die Dichter Friedrich Rückert und Nikolaus Lenau
Im dritten und letzten Schumann Symposium, das das Leopold-Mozart-Zentrum unter der künstlerischen Leitung von Prof. Dominik Wortig und Markus Kreul veranstaltet, wird weiterhin das Spannungsfeld zwischen Robert Schumann und zwei Dichtern beleuchtet - in Meisterkursen, Vorträgen mit Diskussionen, Konzerten und Filmen. In diesem Wintersemester geht es um die Lieder nach Friedrich Rückert und Nikolaus Lenau.

Der Orientalist und Dichter Friedrich Rückert erforschte zahlreiche Sprachen und deren besondere Melodie. Er sah sich zeitlebens als Lernender, niemals als Lehrender, und war davon überzeugt, dass die Kenntnis von Sprachen und Kulturen zu gegenseitigem Verständnis führt. Auch deswegen ist sein Werk heute aktueller denn je. Rückerts Texte inspirierten Schumann zu über 50 Kompositionen - nicht nur zu Liedern, sondern auch zu Instrumentalwerken. So widmete Robert Schumann seiner Braut Clara  Wieck die „Myrten“ op. 25, mehrere Lieder gehen auf Rückert zurück. Dieser bedankte sich mit einem kleinen Gedicht, das sich Schumann zum Ende seines Lebens hin sogar in die Heilanstalt nach Endenich bringen ließ.

Vergänglichkeit und Verzicht verbinden Robert Schumann und den Dichter Nikolaus Lenau. Schumann widmete diesem 1850 op. 90, sechs Gedichte und Requiem, im festen Glauben, Lenau sei bereits tot. Tatsächlich lebte er noch, starb jedoch just an dem Tag, als der Zyklus - noch vor der Premiere - in einem privaten Konzert aufgeführt wurde. Der Weltschmerz, die Überzeugung der eigenen Unzulänglichkeit und die der Welt, war für Schumann und Lenau mehr als wesentliches Element der Romantik, er bestimmte beider Leben.

Robert und Clara Schumann im Film
Für die Teilnehmer*innen des Symposiums und alle Schumann-Interessierten bietet das Leopold-Mozart-Zentrum in Kooperation mit den CINEMAXX Augsburg zusätzlich einen filmischen Zugang zum Leben Robert Schumanns und seiner berühmten Frau: Während des Symposiums zeigt das CINEMAXX Augsburg zwei international renommierte Filme über das Künstlerpaar. Die Filmvorführungen werden von Schumann-Expert*innen begleitet: Dr. Ingrid Bodsch, Leiterin des Schumann-Netzwerks, wirkte bei den Arbeiten für den Film „Geliebte Clara“ vor und hinter den Kulissen mit. Mit dem Regisseur Peter Schamoni („Frühlingssinfonie“) stand sie in regem Austausch. Gemeinsam mit Sänger Dominik Wortig und Pianist und Schumann-Botschafter Markus Kreul wird sie Einblicke in die Beziehung von Leben und Werk von Robert und Clara Schumann – deren Geburtstag sich 2019 sich zum 200. Mal jährt - geben.

Icon-Kinoflyer-Schumann-III

PROGRAMM
Donnerstag, 7. Februar 2019,
im CINEMAXX Augsburg, Citygalerie 19.30 Uhr
Filmvorführung von „Geliebte Clara“ (2008, mit Martina Gedeck)
Im Anschluss Gespräch mit Dr. Ingrid Bodsch

Tickets über www.cinemaxx.com oder an der Kinokasse

---

Freitag und Samstag, jeweils 10-18 Uhr
Schaezlerpalais Augsburg, Maximilianstraße 43
Meisterkurs mit Prof. Dominik Wortig und Markus Kreul

---

Sonntag, 10. Februar 2019
im CINEMAXX Augsburg, Citygalerie
11 Uhr Gespräch mit Dr. Ingrid Bodsch, Prof. Dominik Wortig und Markus Kreul
12 Uhr Filmvorführung von „Frühlingssinfonie“ (1983, mit Herbert Grönemeyer und Nastassja Kinski)

Tickets 5€, über www.cinemaxx.com oder an der Kinokasse



19 Uhr in der großen Sakristei der Barfüßerkirche
Mittlerer Lech 1, Augsburg
Lieder von Clara und Robert Schumann nach Texten
von Friedrich Rückert und Nikolaus Lenau
Abschlusskonzert des Meisterkurses
mit Vortrag von Dr. Ingrid Bodsch | Studierende der Gesangsklassen

Eintritt frei - Spenden erbeten