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Musikstudierende des LMZ arbeiten mit einem Werkzeug zur Videoreflexion

Am Leopold-Mozart-Zentrum wird im Studienjahr 2011/2012 ein Werkzeug zur Videoreflexion und gezielten Nachbereitung von Instrumental- und Gesangsunterricht der Musikstudierenden eingesetzt. Hierbei zeichnen rund 20 Studierende in Gesangs-, Streicher-, Bläser- und Klavierklassen ihren Einzelunterricht im Hauptfach auf Video auf. Anschließend setzen sie sich mit „ihren“ Unterrichtsvideos auseinander: Sie versehen sie mit eigenen Textkommentaren zu Fragen der Interpretation und Körperhaltung bzw. -bewegung, sie markieren relevante Stellen der Videos, z.B. Instruktionen und hilfreiche Übestrategien und nehmen darüber hinaus Einzeichnungen in die Videos vor.

Sie arbeiten hierzu mit der Lernplattform LMZ-MusicCampus 2.0, die es ihnen ermöglicht, ihre Unterrichtsvideos mit unterschiedlichen Werkzeugen zu annotieren, also mit zusätzlichen Informationen zu versehen. Das LMZ stellt den Studierenden die Lernplattform, die von der Ghostthinker GmbH entwickelt und für spezifische Belange des Kontextes Musikstudium angepasst wurde, zur Verfügung.

Im Rahmen einer Kooperation mit der Universität der Bundeswehr München, Professur für Lehren und Lernen mit Medien (Prof. Dr. Gabi Reinmann; Marianne Kamper), wird der Piloteinsatz der Videoreflexion wissenschaftlich begleitet. Aufgabe der wissenschaftlichen Begleitung ist es, passende, didaktische Konzepte für die Videoreflexion prozessbegleitend zu entwickeln und erproben. Zum anderen werden die Artefakte auf der Lernplattform, nämlich die Videoannotationen (Inhaltsanalyse) einschließlich der Einschätzungen der beteiligten Studierenden und DozentInnen (Interviews) wissenschaftlich ausgewertet.

Das Ziel des Pilotprojekts ist dreifach: Zunächst soll die Videoannotation die Studierenden dabei unterstützen, ihren Instrumental- oder Gesangsunterricht nachzubereiten. Des Weiteren sollen die Studierenden angeregt werden, sich aktiv mit musikalischer Interpretation, bewegungsbezogenen Parametern (Technik, Haltung) und ihrer künstlerischen Präsentation auseinanderzusetzen (kritische Selbstreflexion). Darüber hinaus soll der Wissensaustausch unter Studierenden über Feedback ausgewählter Kommilitonen zu annotierten Unterrichtsvideos gefördert werden.

Die Projektleitung hat Marianne Kamper. Ansprechpartner für die Forschungskooperation sind Prof. Dr. Michael Ahlers (Professur für Digitale Medien, LMZ) sowie Prof. Dr. Gabi Reinmann (UniBwM).

 

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