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Das Bild im Schulbuch

Internationale Gesellschaft für historische und systematische Schulbuchforschung e.V., Jahrestagung 2008, Bayerisches Schulmuseum Ichenhausen, 25.-27. September 2008

Heute sind Schulbücher ohne Bilder kaum noch denkbar. Das war im 19. Jahrhundert noch ganz anders, als selbst Erstlesebücher ohne durchgehende Illustrierung erschienen. Spätestens am Ende des 19. Jahrhunderts, im Kontext der reformpädagogischen Bewegung und im Rahmen der Pädagogisierung der Schulbücher, bekam die Illustration eine wichtige didaktische Funktion. In dem Maße, in dem Kinder und Jugendliche die Dinge nicht mehr primär erfahren können, treten Zeichen – u. a. in Gestalt von Bildern – an die Stelle der Dinge. Die Abbildungen repräsentieren so Ausschnitte der Wirklichkeit, sie repräsentieren Wissen.

Unter einer didaktischen Perspektive stellen sich u. a. die Fragen, wie dieses Wissen im Unterricht in der Auseinandersetzung mit den Zeichen angeeignet, wie das Wissen der Bilder pädagogisch erschlossen werden kann und wie im Schulbuch mit dem Problem der Differenz von Zeichen und Sache (Prange) umgegangen wird.

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