Suche

Zurück

Was macht(e) ein Schulbuch zu einem Schulbuch?

Art und Identität eines Lernmittels näher betrachtet

11. Tagung der "Internationalen Gesellschaft für Historische und Systematische Schulbuchforschung"
Ypern, 5./6. Oktober 2007

Thema
In den letzten Jahrzehnten wurde dem Studium des Schulbuches, sowohl aus historischer als auch aus theoretischer Sicht, viel Aufmerksamkeit gewidmet. In den meisten Fällen erfolgt dabei eine Beschäftigung mit dem Lehrinhalt. So fragt man sich z.B., wie Werte und Normen durch den angebotenen Lehrstoff vermittelt werden. Aber Schulbücher sind mehr als nur ein Spiegel der Gesellschaft. Sie sind nicht nur ein wesentliches Element des Lernprozesses, sondern auch eine Ikone der Einrichtung, in der sie verwendet werden. Wir können uns nur schwer eine Einrichtung ohne Schulbücher vorstellen, und umgekehrt verleiht nur diese Einrichtung den Schulbüchern ihre Daseinsberechtigung. Über die Art und Weise, in der Schulbücher ihre gesellschaftliche Identität erhalten, wurde bisher nur wenig historische und systematische Forschung betrieben. Die Internationale Gesellschaft für Historische und Systematische Schulbuchforschung, die 2007 erstmals außerhalb Deutschlands tagen wird, hat sich diese Frage zueigen gemacht. Drei Referenten (Agustín Escolano, Elisabeth Smyth und Thomas Höhne) werden sich dieser Frage aus der Sicht ihrer Forschungsarbeiten zuwenden. Wir würden deren Erkenntnisse gerne den Ergebnissen Ihrer Untersuchungen gegenüberstellen.

Der Wissenschaftliche Ausschuss setzt sich wie folgt zusammen: E. Matthes (Internationale Gesellschaft für Historische und Systematische Schulbuchforschung), Robert Barbry (Stedelijk Onderwijsmuseum Ieper), Angelo Van Gorp (BNVGOO), Tom Verschaffel (Centrum voor de Historische Studie van Interculturele Relaties, 1750-2000), Honoré Vinck (Centre Aequatoria), Michel Berré (Centre du Livre - UMH), Frank Simon (Red Patre Manes – Alfa- Projekt) und Marc Depaepe (Subfaculteit PPW K.U.Leuven Campus Kortrijk).

Zum Tagungsband