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Jahrestagung 2018: "Europa und Bildungsmedien"

Neuerscheinungen

Newsletter der Interessengemeinschaft Fibeln

  

Jahrestagung 2018: "Europa und Bildungsmedien"

Jahrestagung der Internationalen Gesellschaft für historische und systematische Schulbuch- und Bildungsmedienforschung e.V. (IGSBi) in Zusammenarbeit mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum zur Südtiroler Bildungsgeschichte in Brixen (Freie Universität Bozen – Italien, Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen in Brixen, Regensburger Allee 16) vom 5. bis 7. Oktober 2018

Europa ist in allen europäischen Bildungsinstitutionen ein sehr wichtiges Thema und sollte – angesichts aktueller Herausforderungen und wieder ­aufkommender Nationalismen – noch deutlich mehr Gewicht bekommen als bisher. Eine wichtige Rolle spielen in diesem Kontext die Bildungsmedien, da sie a) über Europa in Geschichte und Gegenwart informieren, b) – auch kontroverse – Narrationen über Europa verbreiten und damit Europa/das europäische Wertesystem legitimieren oder delegitimieren, und c) Europa in Geschichte und Gegenwart auf unterschiedliche didaktisch-methodische Weise für unterschiedliche Adressatengruppen aneigenbar machen/zu machen versuchen.

Die internationale Tagung wird sich in drei zentralen Zugängen mit dem Zusammenhang von Europa und Bildungsmedien beschäftigen:

  1. Darstellungen von Europa – historische Entwicklung, Verhältnis von Nationalstaaten innerhalb Europas, wirtschaftliche, politische, mili­tärische und kulturelle Kooperationen innerhalb Europas, Europa und die nicht-europäische Welt, Europäische Union (Entstehung, Entwicklung, aktuelle Herausforderungen) – in analogen und digitalen, approbierten und frei zugänglichen Bildungs­medien;

  2. europäische Bildungsmedienprojekte (z.B. das „Deutsch-Französische Geschichtsbuch“ (DFGB), das deutsch-polnische Geschichtsbuch („Europa. Unsere Geschichte“), der „Europäische Bildersaal“, „Hi-story Lektionen“) und Bildungsmedienauszeichnungen (z.B. „Erasmus EuroMedia Award“).

  3. Multiethnizität und Multilingualität als Herausforderung für Bildungs­medien in europäischen Regionen (z.B. Südtirol), Grenzregionen und Vielvölkerstaaten.

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Neuerscheinungen

Maik Wunder: Diskursive Praxis der Legitimierung und Delegitimierung von digitalen Bildungsmedien (Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2018)

2269

Die zunehmende Präsenz digitaler Bildungsmedien in schulischen Lernkontexten wirft vor dem Hintergrund fehlender staatlicher Approbationsverfahren für diese Medien die Frage auf, welche Instanzen die Legitimation - oder gegenläufig dazu die Delegitimation - besagter Medien vornehmen.

Die vorliegende Arbeit geht aus einer diskurstheoretischen Perspektive dieser Frage nach und rekonstruiert aus drei unterschiedlichen Quellen diskursive Figuren der Legitimation und Delegitimation von digitalen Bildungsmedien.

Ein besonderes Augenmerk des Autors liegt hierbei darauf, in wie weit die rekonstruierten diskursiven Figuren pädagogisch motivierte Inskriptionen darstellen oder sich aus dem erziehungswissenschaftlichen Feld entfernten Positionen konstituieren.

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Eva Matthes / Sylvia Schütze (Hrsg.): Religion und Bildungsmedien (Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2018)

2259

Angesichts eines wiedererwachten öffentlichen und wissenschaftlichen Interesses an Religion befasst sich dieser Band in unterschiedlichen disziplinären Zugängen (Erziehungs- und Religionswissenschaftler*innen, Fachdidaktiker*innen, Schulbuchautor*innen, Lehrkräfte) mit der Frage, welchen Einfluss Religion(en) auf Bildungsmedien nimmt bzw. nehmen, wie sich ihre Darstellung inhaltlich verändert und wie Bildungsmedien für einen zeitgemäßen Religionsunterricht heute aussehen können.

Die historischen Beiträge des Bandes verdeutlichen die gravierenden Veränderungen über die Jahrhunderte hinweg: Während bis in die frühe Neuzeit hinein Unterweisung in Religion und Bildung nahezu gleichgesetzt wurden und dementsprechend Bildungsmedien vor allem religiöse Inhalte hatten, scheinen diese in den europäischen Ländern inzwischen teilweise ganz aus Lehrplänen und schulischen Bildungsmedien verschwunden zu sein.

Aktuelle Beiträge aus verschiedenen Fachdidaktiken befassen sich mit den Möglichkeiten einer ausgewogenen, multiperspektivischen Darstellung religiöser Inhalte.

Die Beiträge aus der Religionspädagogik diskutieren die Herausforderung an Bildungsmedien für Religionsunterricht, zum einen Grundkenntnisse über die eigene Religion zu vermitteln und zum anderen einen Dialog in einer zunehmend säkular und zugleich interreligiös gewordenen Gesellschaft anzubahnen.

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Silke Antoni: „Auf die Methode kömmt alles an“. Elementarer Geschichtsunterricht im Spiegel ausgewählter Lehrwerke für die bayerischen Lehrerbildungsanstalten der Kaiserzeit (1871-1918) (Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2018)

2249

Wer etwas darüber erfahren möchte, was in einem konkreten Land zu einer ganz bestimmten Zeit unter einem "guten" Schulunterricht verstanden wurde, wirft am besten einen Blick in die Lehrbücher, die dort zur Ausbildung der angehenden Lehrerinnen und Lehrer verwendet wurden.
In ihnen liefen damals wie heute die Erkenntnisse unterschiedlicher Fachdisziplinen zusammen und trafen auf die je eigenen Vorstellungen der politischen Machthaber.
Darüber hinaus wirkten sie aufgrund ihres spezifischen Verwendungszweckes genau an der Schnittstelle zwischen methodisch-didaktischer Theorie und schulischer Unterrichtspraxis.
Als Untersuchungsobjekte sind sie daher für die Historische Bildungsforschung von besonderem Interesse.
Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, was den zukünftigen Volksschullehrern an ausgewählten bayerischen Lehrerbildungsanstalten während des Deutschen Kaiserreiches (1871-1918) durch die eingeführten Lehrbücher für die "Besondere Unterrichtslehre" über die richtige Erteilung des elementaren Geschichtsunterrichts vermittelt wurde.
Einen Schwerpunkt der Analyse bilden dabei die Jahre von der Reichsgründung bis 1885, ein Ausblick beleuchtet aber auch die weitere Entwicklung der Methodendiskussion bis zum Ende des Ersten Weltkrieges 1918.

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Karin Stöcker: Medialisiertes Vermittlungswissen. Untersuchung der Wandbilder zum Anschauungsunterricht und ihrer Begleittexte im Zeitraum 1872 bis 1914 (Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2018)

2242

Das Zeigen der Welt ist seit den Anfängen schulischer Vermittlung eine Grundaufgabe des Unterrichts. Mit der Verbreitung des Schulwandbildes als Anschauungsmedium erhielt die Vermittlungsarbeit eine mediale Grundlage. Die vorliegende Untersuchung der Wandbilder zum Anschauungsunterricht und ihrer Begleittexte zur Zeit des deutschen Kaiserreichs befasst sich mit den bildspezifischen inhaltlichen Wissensbeständen sowie den formalen Strukturen und Strategien der Vermittlung auf Basis der Schulwandbilder. Anhand einer mehrstufigen qualitativinterpretativen Analyse zeigt die Autorin auf textueller und visueller Ebene dominante Muster auf, die das medialisierte Vermittlungswissen über die Dauer des Untersuchungszeitraums hinweg profilieren.

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Hans-Hellfried Wedenig: Und wie „lernt“ das Schulbuch? Potenziale für Innere Differenzierung durch adaptive Schulbücher: Experimentelle Evaluation der Präferenzen Lehrender und Lernender (Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2018)

2239

Die zunehmende Heterogenität von Lernenden stellt eine ernstzunehmende Herausforderung für einen differenzierenden Schulunterricht dar. Bildungsmedien in ihrer Funktion als zentrales und steuerndes Unterrichtsmittel können Lehrkäfte und Lernende hierbei unterstützen; insbesondere in digitaler Form ermöglichen sie es, durch unterschiedliche Formen der Adaptivität individuelle Lernstände zu berücksichtigen. Bei der Untersuchung, die in diesem Buch vorgestellt wird, wurde mit verschiedenen zielgerichteten Schul-E-Book-Modellen empirisch erhoben, welche Adaptionsmöglichkeiten für eine innere Differenzierung des Unterrichts Lehrende bzw. Lernende am meisten schätzen würden. Der Autor, selbst Fachmann für digitale Medien, sieht in dieser Medienform ein ausgeprägtes Potenzial für einen Unterricht, der individuellen Unterschieden gerechter werden kann als bisher.

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Susanne Heinz: Mobile Learning und Fremdsprachenunterricht. Theoretische Verortung, Forschungsüberblick und Studie zum Englisch­unterricht in Tablet-Klassen an Sekundarschulen in Bayern
(Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2018)

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Mobile Learning und dessen Teilgebiet Mobile Assisted Language Learning (MALL) sind neue Forschungsfelder des 21. Jahrhunderts. Seit 2010 gewinnt der Einsatz von Tablets an Schulen weltweit an Bedeutung. Die sich in Ansätzen abzeichnende veränderte digitale Unterrichtswirklichkeit ist für den Schul- und Fremdsprachenunterricht bisher wenig erforscht. Das Buch geht im ersten Teil auf den aktuellen Forschungsstand, die Charakteristika mobiler Lernwerkzeuge, Implementierungsmodelle und lern­theoretische Fundierungen und Rahmenmodelle ein. Im zweiten Teil werden die Ergebnisse der Studie „Englischlernen in Tablet-Klassen an bayerischen Sekundarschulen“ vorgestellt. An dieser deutschlandweit erstmalig erfolgten Befragung aller Tablet-Klassen eines Bundeslandes haben 17 Schulklassen sowie deren Englischlehrkräfte teilgenommen. Die Studie schildert nicht nur die Unterrichtswirklichkeit in den untersuchten Tablet-Klassen, sondern liefert auch differenzierte Antworten auf die Frage nach dem didaktischen Mehrwert tabletgestützter Lernszenarien für den kompetenzorientierten Englisch­unterricht sowie für das individuelle mobile (Fremdsprachen-)Lernen der Schülerinnen und Schüler.

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Carl-Christian Fey / Eva Matthes (Hrsg.): Das Augsburger Analyse- und Evaluationsraster für analoge und digitale Bildungsmedien (AAER)
Grundlegung und Anwendungsbeispiele in interdisziplinärer Perspektive (Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2017)

2209

Der vorliegende Band stellt erstmals das Augsburger Analyse- und Evaluationsraster für analoge und digitale Bildungsmedien (AAER) in einer elementarisierten Form der Öffentlichkeit vor. In dieser Form kann es breiten Einsatz in der Lehramtsausbildung, in Kontexten der Qualitätskontrolle von Bildungsmedien sowie bei den Lehrkräften selbst finden.

In diesem Band werden – vor dem Hintergrund des Augsburger Projekts der Qualitätsoffensive Lehrerbildung – interdisziplinäre und fachdidaktische Anwendungsweisen des AAER am Beispiel analoger und digitaler Bildungsmedien im Kontext der Lehramtsausbildung gezeigt.
Das AAER will dazu beitragen, dass ein kriteriengeleiteter kritischer Umgang mit Bildungsmedien zur künftigen Standardausrüstung von angehenden Lehrpersonen gehört.

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Soeben erschienen:


RPI_15_BildNewsletter No. 15 der Interessengemeinschaft Fibeln (SIG RP)
mit vielen interessanten Beiträgen rund um die Fibelforschung.


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