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Abschlusskonzert im Goldenen Saal

Die Summer School im August 2013 am LMZ mit Juilliard, New York

Im August 2013 kam es erstmalig zu einer Zusammenarbeit zwischen der Juilliard School, New York, und dem Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. Für New Yorker und Augsburger Studierende aus dem Bereich „Early Music“ konnte ein Austausch und Workhop zu historischer Aufführungspraxis mit Bezügen zur Stadt und Kultur Augsburgs angeboten werden.

Im Zusammenspiel mit Studierenden und Dozierenden des Leopold-Mozart-Zentrums wurden auch für BürgerInnen und BesucherInnen Augsburgs Konzerte angeboten, um die musikalische Arbeit zu zeigen. Aufführungen im Goldenen Saal und in Augsburger Kirchen, sowie auch ein Münchner Konzert unter der Schirmherrschaft des US Generalkonsulats München rundeten die Summer School ab.

Die TeilnehmerInnen:

Juilliard School, New York, USA:
Dozierende und Studierende aus dem Bereich „Early Music“

Leitung: Ben Sosland, Administrative Director Juilliard Historical Performance

Leopold Mozart Zentrum:
Dozierende und Studierende mit Erfahrung und Interesse an historischer Aufführungspraxis (Bläser und Streicher)

Leitung: Prof. Dr. Franz Körndle, Leitung des LMZ
Prof. Christoph Hammer, Historische Tasteninstrumente

Das Programm:

16.- 21.8.13 Seminar und Erfahrungsaustausch mit Musikern des LMZ, Besuch der Stadt und Kulturstätten Augsburgs, Aufführungen

Samstag, 17.8.13 Konzert des Ensemble Juilliard 415 in St. Anna-Kirche Augsburg

Montag, 19.8.13 Abendkonzert in der Asamkirche München (angefragt) mit Empfang des US-Generalkonsuls

Dienstag, 20. 8.13 Galakonzert im Goldenen Saal, Ensemble Juilliard 415 und MusikerInnen des LMZ

 

Die Dozierenden:

hammer  Christoph Hammer
übernimmt die Projektleitung für das Leopold-Mozart-Zentrum.
Hammer studierte als Stipendiat der Stiftung Maximilianeum und der Studienstiftung des Deutschen Volkes Germanistik und Musikwissenschaft an der Universität München und der University of California in Los Angeles. Seit 1989 konzentriert er sich auf das Spiel historischer Tasteninstrumente, insbesondere des Hammerklaviers. Als Solist, Liedbegleiter und Kammermusiker hat er sich einen internationalen Ruf erworben. Regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Ensembles wie dem Concerto Köln, L’Orfeo, Nederlands Kammerorchest, Prager Kammerorchester, ebenso wie mit international renommierten Gesangs- und Instrumentalsolisten. Von Christoph Hammer existieren zahlreiche Einspielungen bei Oehms Classics, beim BR und dem ORF. 1996 gründete er die Hofkapelle München, mit dem er weithin unbekannte Musik des 17. und 18. Jahrhunderts der bayerischen Residenzen und Kirchen, z. B. aus München und Regensburg, wieder aufführt. Hammer ist darüber hinaus seit 2004 regelmäßig als Operndirigent tätig. 2002 begann er neben einer Gastprofessur an der University of Seattle eine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik und Theater München und seit August 2009 ist Christoph Hammer Professor für Cembalo und Hammerflügel an der University of Northern Texas. Seit 2012 unterrichtet Christoph Hammer auch am LMZ der Universität Augsburg und hat dort eine Vertretungsprofessur für historische Tatseninstrumente inne.

 

Juilliard415 Historical Performance
Seit seiner Gründung 2009 genießt das Ensemble für historische Aufführungspraxis, Juilliard415, großes internationales Renommee bei der Interpretation bekannter und seltener Werke des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Ensemble, das sich seinen Namen nach der für die Barock typischen Stimmung von A=415 Hz gegeben hat, führt - auch unter der Leitung von international anerkannten Gästen - ein vielseitiges Repertoire auf, von klassischen Trios und Quartetten bis hin zu kammermusikalischsinfonischen Werken. Juilliard415 konzertierte mit verschiedenen renommierten Musikern wie William Christie, Ton Koopman, Harry Bicket (mit einer groß angelegten Produktion von Monteverdis L’Incoronazione di Poppea), Nicholas McGegan, Christopher Hogwood, and Monica Huggett. 2011 begleitete das Ensemble David Daniels und Dorothea Röschmann in der Carnegie Hall bei einem Konzert mit Arien und Duetten von Händel. Viele Mitglieder von Juilliard415 sind immer wieder Gäste im öffentlichen New Yorker Rundfunk. Seit dem Studienjahr 2012/13 existiert eine Kooperation mit Christoph Hammer, der bereits verschiedene internationale Künstler für Meisterklassen nach Augsburg brachte.

Die Kooperation mit Juilliard, N.Y.

Streicher, und Bläser des LMZ mit Barockmusikerfahrung sollen an dieser ersten Summer School in Augsburg teilnehmen und ihr Können und Wissen über barockes Musizieren perfektionieren. Als sichtbares und hörbares Produkt dieser ersten gemeinsamen Zusammenarbeit werden die Studierenden und Dozierenden beider Institute den Augsburgern und ihren Gästen ein finales Galakonzert im Goldenen Saal bieten können.

Die Gäste der Juilliard415 in Augsburg:

Benjamin Sosland
ist ausgebildeter Sänger und ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter sowie Programmleiter des New Yorker Festival of Song tätig. Er arbeitete darüber hinaus als Liedkomponist und Rezensist für Eloquentia label. Ben Sosland war Berater für das Live HD Satellitenprogramm der Metropolitan Opera und hielt regelmäßig Einführungsvorträge in der Carnegie Hall. Als Sänger trat er mit dem Orpheus Chamber Orchestra auf, ebenso mit dem Orchestra of St. Luke‘s, bei der Gotham Chamber Opera, den American Opera Projects, u.a. Sosland war Gast auf mehreren Musikfestivals und gewann den ersten Preis der Joyce Dutka Foundation‘s Art Song Competition. Seit 2008 hat er die administrative Leitung der Abteilung Historical Performance der Juilliard School übernommen.

Robert Mealy, Director
ist einer der herausragendsten Barockgeiger in den USA. Der Boston Globe lobt sein feinsinniges und gleichzeitig herausfordendes Spiel, der New Yorker nennt ihn “New York’s world-class early music violinist.” Plattenaufnahmen und Konzerte führten ihn solistisch und kammermusikalisch nach Europa, Australien und Skandinavien, in New York tritt er regelmäßig solistisch und als Konzertmeister der Trinity Wall Street auf. Seit 2004 leitet er das Boston Early Music Festival Orchestra, mit denen er bereits drei Grammy-Nominierungen erhalten hat. Robert Mealy gründete und leitete über 10 Jahre das Harvard Baroque Chamber Orchestra, bevor er 2009 als Professor an die Yale Universität berufen wurde, dort das Yale Baroque Ensemble gründete und leitete. Seit dem Wintersemester 2012 hat er die Leitung von Juilliard415 übernommen. Mealy war bei an mehr als 80 CD-Einspielungen bei allen großen Musilabels beteiligt.

Cynthia Roberts
debütierte im Alter von 12 Jahren mit dem Mendelsohn Violinkonzert bei der Chicago‘s Grant Park Symphony. Heute ist die Geigerin Konzertmeisterin vieler führender Barockorchester in den USA. Als Solistin und Kammermusikerin trat die Geigerin überall in den USA, Europa und Asien auf. Kürzlich nahm sie die Einladung von William Christie zur Konzertmeisterin der Les Arts Florissants an und spielt regelmäßig mit der Tafelmusik und den American Bach Soloists. Von Cynthia Roberts gibt es mehrere Aufnahmen bei Sony Classical, Analekta, BMG/Deutsche Harmonia Mundi und Electra; 2005 war sie auf dem Soundtrack des Films „Casanova“ zu hören. Seit 2009 ist sie an der Juilliard School tätig. Cynthia Roberts verbindet seit 2009 eine intensive musikalische Zusammenarbeit mit Christoph Hammer.

Fotoimpressionen der Konzerte:

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Konzert in der Annakirche Augsburg             Konzert in der Asamkirche München

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Konzert im Goldenen Saal Augsburg:
Violine Cynthia Roberts und Robert Mealy, Oboe: Priscilla Smith

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Pauke: Fabian Löbhard, Trompeten: Elisabeth Klieber, Viktor Hanauer, Jochen Lutsch