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Musikpädagogischer Umgang mit Heterogenität in Singe-Situationen


Projektstart: 01.09.2016
Projektende: 31.12.2018
Projektträger: BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung)
Projektverantwortung vor Ort: Prof. Dr. Bernhard Hofmann
Beteiligte Wissenschaftler der Universität Augsburg: Dr. Gabriele Puffer
Veronika Rattenberger M. Mus.

Zusammenfassung

Zentrales Ziel des Projekts LeHet ist die nachhaltige Weiterentwicklung der Lehrerbildung an der Universität Augsburg, hin zu einer umfassenden und effektiven Förderung der Professionalität angehender Lehrer(innen) im Umgang mit Heterogenität. Für das Fach Musik entwickeln wir einen Inhalts-, Methoden- und Materialpool für die Lehrerausbildung im Bereich „Singen in der Schule/ Vokaldidaktik“. Geschult werden soll ein professioneller musikpädagogischer Umgang mit Heterogenität in Singe-Situationen.

Beschreibung

Bedingt durch strukturelle Einflussfaktoren wie chronischen Musiklehrermangel fehlt es dem schulischen Musikunterricht vielerorts an Kontinuität. Zudem befassen sich Kinder und Jugendliche auch außerhalb von Schule intensiv mit Musik, die Bandbreite musikalischer Gebrauchspraxen reicht dabei vom völlig unreflektierten, rein rezeptiven Zugang bis zur Höchstleistung im Umgang mit Stimme oder Instrument (vgl. Jank 2005, S. 69 ff). Alltägliche Konsequenz für Musiklehrkräfte ist die Notwendigkeit, mit Heterogenität in einem Ausmaß umzugehen, das deutlich über sprachliche, allgemein-kognitive oder sozioökonomische Aspekte hinausreicht. 
Dennoch existieren bislang nur wenige Ansätze eines theoretisch fundierten, systematisch angelegten musikpädagogischen Umgangs mit Heterogenität (vgl. Vogt, Rolle & Hess 2012; Greuel 2007). Ähnliche Defizite lassen sich für die Bereiche Leistungsmessung und –diagnostik sowie Aufgabenkultur feststellen (vgl. Niessen 2008). Auch allgemein anerkannte, strukturierte hochschuldidaktische Konzepte zur Förderung eines professionellen Umgangs mit Heterogenität in Singe-Sitautionen fehlen bislang.
Im Rahmen des Projekts LeHet streben wir die Entwicklung von Lehrformen an, die in einschlägige schulische Praxisfelder eingebettet sind und Studierende aller Lehrämter erreichen. Ein Fokus liegt dabei auf fallbasiertem Arbeiten. 


Literatur

Greuel, T. (Hrsg.) (2007). In Möglichkeiten denken - Qualität verbessern: Auf dem Weg zu einer musikpädagogischen Diagnostik. Musik im Diskurs: Bd. 21. Kassel: Bosse.

Jank, W. (Hrsg.) (2005). MusikDidaktik: Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II. Berlin: Cornelsen Scriptor

Niessen, A. (2008). Leistungsmessung oder individuelle Förderung? Zu Funktion und Gestaltung von Aufgaben im Musikunterricht. In H.-U. Schäfer-Lembeck & K. Mohr (Hrsg.), Leistung im Musikunterricht. Beiträge der Münchner Tagung 2008 (S. 134–152). München: Allitera-Verlag.

Vogt, J., Rolle, F., & Hess, C. (Hrsg.) (2012). Musikpädagogik und Heterogenität: Sitzungsbericht 2011 der Wissenschaftlichen Sozietät Musikpädagogik. Wissenschaftliche Musikpädagogik: Bd. 5. Münster: LIT.