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Unsicherheit grenzüberschreitender Innovationen


Ambivalenz und Unsicherheit grenzüberschreitender Innovationen – Der Versuch einer Symbiose zwischen der Theorie der Politischen Ökonomie und der Organisations- sowie Systemtheorie

Projektstart: 01.01.1999
Projektende: 31.12.2002
Laufzeit: 36 Monate
Projektträger: DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)
Projektverantwortung vor Ort: Prof. Dr. Fritz Böhle

Zusammenfassung

Im Projekt sollen frühere Ansätze und Versuche um im Münchner Strategieansatz zu einer theoretisch gehaltvollen Symbiose aus Organisationssoziologie, der Luhmann’schen Systemtheorie sowie der Politischen Ökonomie zu gelangen, wieder aufgenommen bzw. fortgeführt werden. Dabei gilt es, die methodologische Kritik an einigen Engführungen bzw. Verkürzungen, die sich aus einer „Verhaftung“ an die Marx’sche Theorie zu erklären sind, zu reflektieren und die entsprechenden Schwächen zu überwinden. Dazu wird der Ansatz von der Nutzung der Arbeitskraft auf die Analyse von Innovationsprozessen und den Formen ihrer Organisation erweitert. Denn unter Globalisierungsbedingungen findet sich Innovation immer mehr auf der Kippe zwischen Selbstreferenz und Erstarrung auf der einen und der Fähigkeit, Störungen, Ambivalenzen und „Rauschen“ wahrzunehmen, auf der anderen Seite. Die anvisierte „neue Symbiose“ kann zu einer Sekundäranalyse genutzt werden. Diese bezieht sich auf Organisationsformen von Innovation, wie sie in anderen Projekten des Schwerpunkts bearbeitet werden bzw. wurden (Netzwerke, Restrukturierung der Automobilindustrie). Die Basishypothese lautet: Diese Organisationsformen haben einen gemeinsamen Nenner, der in der wechselseitigen Abhängigkeit und Dialektik zwischen Prozessen der Entgrenzung und Prozessen der Eingrenzung von Innovationen besteht. Das Innovationsproblem besteht genau darin, neue Risiken, Ambivalenzen und Unsicherheiten durch Grenzüberschreitung (z.B. zwischen Wissensformen und -beständen) zuzulassen und ihre Bearbeitung in neuen, sachlichen, zeitlichen und sozialen Grenzen zu ermöglichen.