| Projektstart: | 01.01.2003 |
| Projektträger: | Universität Augsburg |
| Projektverantwortung vor Ort: | Prof. Dr. Herwartz-Emden |
Das Forschungsprojekt wurde bis Dezember 2006 mit Mitteln aus dem Hochschul- und Wissenschaftsprogramm zur Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre und seit Januar 2007 durch die Universität Augsburg finanziert.
Mitarbeiterin im Projekt ist Diplom-Soziologin Mandy Ruhland.
Kurzbeschreibung des Forschungsinteresses
Es werden gegenwärtig zwei zentrale Forschungslinien in Dissertationen bearbeitet.
Forschungslinie I:
Orientierungen und Einstellungen von Jugendlichen mit einem Aussiedlungshintergrund
Der Verlauf der Akkulturation von Jugendlichen mit Aussiedlungshintergrund wurde nur in wenigen Studien differenziert untersucht. Es fehlen aktuelle Untersuchungen über die Gruppe der Aussiedler, die seit den späten 1990er Jahren einwanderten, insbesondere über Kinder und Jugendliche. Ziel dieser quantitativen Forschungslinie ist die Beschreibung der Akkulturation von Jugendlichen mit Aussiedlungshintergrund, die Beschreibung ihrer Entwicklungsaufgabenbewältigung, ihrer personalen Ressourcen, ihrer ethnischen und politischen Orientierungen. Der Einsatz des Fragebogens erfolgte im Raum Augsburg, wo mit Hilfe von Kontakten in Schulen, Aus- und Weiterbildungseinrichtungen Jugendliche mit Aussiedlungshintergrund akquiriert wurden. Die Stichprobe umfasst etwa 300 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 25 Jahren. Die innerhalb des Projektes entstehende Dissertation fokussiert auf die politische Orientierung, die politische Partizipationsbereitschaft und ihre Sozialisation.
Forschungslinie II:
Lebensgeschichten junger Frauen mit einem Aussiedlungshintergrund
Junge Frauen mit einem Aussiedlungshintergrund bleiben in der Migrationsforschung bislang weitgehend ausgeblendet. Sie werden wenn überhaupt nur am Rande und als eine Gruppe unter vielen thematisiert. Etwas über Leben und Erleben junger Frauen mit einem Aussiedlungshintergrund im Studium, über die Verarbeitung von und den Umgang mit Erfahrungen sowie die Gestaltung von biographischem Weg, Gegenwart und Zukunft erfahren zu wollen, stellt den Ausgangspunkt des vorliegenden Forschungsinteresses dar und führt zur forschungsleitenden Fragestellung: Wie konstruieren die jungen Frauen Biographie, und wie konstituiert sich Subjektivität vor dem Hintergrund der je eigenen Familien- und Aussiedlungsgeschichte, welche Bedeutung kommt dabei dem verfolgten Bildungsweg zu? Es geht um die konkrete Be- und Verarbeitung der Migrationsproblematik, die Selbstpositionierung zum Aussiedlungsprojekt sowie Wirkungszusammenhänge in den Einzelfällen. Im Fokus der Auswertung von biographisch-narrativ erhobenen Daten stehen zum einen die Selbstpräsentationen der Biographinnen und zum anderen die Einzelfallgeschichten. Anhand dieser Ergebnisse werden fallübergreifend Vergleiche durchgeführt.
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Empirische Arbeitsschritte: |
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Lebensgeschichtliche Interviews (biographisch-narratives Datenmaterial) |
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Analyse der biographischen Selbstpräsentationen |
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Erstellen der Fallgeschichten |
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Durchführen von fallübergreifenden Vergleichen |
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Einzelfallbezogene Typenbildung (Wirkungszusammenhänge und Fallstrukturen) |