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White Charity


Kurzbericht zur ASKA-Veranstaltung „White Charity – Schwarzsein und Weißsein auf Spendenplakaten“, eine Filmvorführung mit anschließender Diskussion am 16.01.2012

Auf die Initiative von Michaela Zöhrer vom Lehrstuhl für Friedens- und Konfliktforschung hin fand in Kooperation mit dem Alumni- und Studierenden-Verein Sozialwissenschaftliche Konfliktforschung Augsburg (ASKA) ein Filmabend in einem Hörsaal der Universität Augsburg statt. Rund 50 interessierte Studierende und Lehrende verfolgten die Vorführung des Films „White Charity – Schwarzsein und Weißsein auf Spendenplakaten“, in dem den Inszenierungen von Schwarz und Weiß durch internationale Hilfsorganisationen wie bspw. „Brot für die Welt“ auf den Grund gegangen wird. Der Film entstand zunächst als Masterarbeitsprojekt; nun bemühen sich die beiden Produzenten/-innen um dessen Verbreitung, um eine öffentliche Reflexion und Diskussion zur Thematik in Gang zu setzen.

Den Machern/-innen zufolge bedienen die meisten Spendenplakate Klischees bezüglich der Rollen-Verteilung von schwarzen und weißen Menschen. So werde auf der einen Seite das Bild von passiven, bemitleidenswert hilfebedürftigen Schwarzen, die unfähig seien, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen, zementiert. Auf der anderen Seite werde die nahezu heroisierte Selbstbetrachtung der Weißen als empathisch, handlungsfähig und aktiv perpetuiert.In der sich anschließenden Diskussion stellte sich einer der beiden Filmproduzenten/-innen, Timo Kiesel, den Fragen und kritischen Anmerkungen des Publikums. Hierbei ging es naheliegender Weise insbesondere um die Konstruktion und Dekonstruktion von Weltbildern im Rahmen von humanitärer Hilfe sowie eine Abwägung dessen, was der Film in diesem Kontext zu leisten vermag. Der ASKA bedankt sich noch einmal sehr herzlich bei der Initiatorin Michaela Zöhrer für die gute Zusammenarbeit, dem Produzenten Timo Köster für sein Kommen sowie allen Besuchern/-innen für ihre engagierte Teilnahme an der Veranstaltung.

Plakat White Charity