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Inklusions- und Sozialraumprojekt "Wir - DAHEIM in Graben"


"Wir - DAHEIM in Graben". Inklusions- und Sozialraumprojekt. Projekt zur Gestaltung von inklusions- und sozialraumorientierten Hilfen in der Gemeinde Graben.

Projektstart: 01.04.2013
Projektende: 31.03.2016
Laufzeit: 3 Jahre
Projektträger: Caritasverband für die Diözese Augsburg e.V.
Projektverantwortung vor Ort: Prof. Dr. Werner Schneider, Prof. Dr. Annette Plankensteiner
Beteiligte Wissenschaftler der Universität Augsburg: Kristina Greißl, M.A.

Zusammenfassung

Das Projekt beschäftigt sich mit der Frage, wie Hilfen für Menschen mit Unterstützungsbedarfen innerhalb ihrer gewohnten Lebenswelten anders als bisher organisiert werden können, damit auch ältere oder kranke Menschen so lange wie möglich zu Hause bleiben können – selbst dann, wenn sie nicht in der Stadt, sondern auf dem Land leben. Das hierzu im Laufe von drei Jahren zu erprobende Konzept zielt auf die Erschließung von ehren- und nebenamtlichen Ressourcen, welche die bestehenden professionellen Dienstleister keinesfalls ersetzen, sondern sinnvoll und nachhaltig ergänzen sollen.

Beschreibung

Der Caritasverband der Diözese Augsburg stellt sich gemeinsam mit der Gemeinde Graben der Forderung nach einer vorbehaltlosen Inklusion von Menschen mit Hilfe- und Unterstützunsbedarf in das Gemeinwesen bzw. den Sozialraum, in dem sie leben, seit April 2013 in ganz besonderer Weise: Sie errichteten ein Beratungsbüro "Treffpunkt, Teilhabe, Assistenz und Pflege", das von einer professionellen Gemeinwesenarbeiterin in Form einer koordinierenden Inklusionsarbeit betreut wird.
Sie steht in der Gemeinde Graben als Ansprechpartnerin für Fragen rund um Hilfe- und Pflegebedürftigkeit zur Verfügung und erprobt im Laufe von drei Jahren neue Ansätze und Handlungskonzepte, um allen Menschen mit entsprechenden Bedarfs- und Bedürfnislagen einen Verbleib in ihrer vertrauten Lebenswelt, ihrer Heimat und dem langjährigem Wohnort auch in stark ländlich geprägten Regionen zu ermöglichen. Die Gemeinde wird dabei als inklusiver Sozialraum gerahmt, da sie sowohl individueller Lebensraum als auch strategischer Handlungsraum ist. Die inklusive Zielrichtung des Projekts zeichnet sich dadurch aus, dass ein weitgehend selbstbestimmtes und gemeinschaftliches Leben aller Menschen in der Gemeinde erreicht werden soll. Damit dies gelingen kann, bedarf es einer Vernetzung des Umfelds: Indem Nachbarschaft, Gemeinwesen, Laienhelfer ebenso wie professionelle Helfersysteme zur Verbesserung der Teilhabechancen der hilfebedürftigen Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden, soll der dauerhafte Verbleib des genannten Personenkreises in ihrer Heimatgemeinde gewährleistet werden.
Die Komplexität der Aufgabenstellung dieses Projekts sowie die Intention, die Erfahrungen des Inklusionsprojekts weiteren interessierten Kommunen verfügbar zu machen, ließ eine qualitativ ausgerichtete wissenschaftliche Begleitstudie unabdingbar erscheinen. Sie dient (insbesondere unter Zuhilfenahme qualitativer Experten- und Klienteninterviews) vorrangig der Evaluation der Projektkonzeption und -methodik sowie der Überführung der Ergebnisse in einen auch für andere Gemeinden nutzbaren Forschungsbericht.
Darüber hinaus wurde in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Humangeographie und Geo-Informatik der Universität Augsburg eine quantitative Bürgerbefragung und Sozialraumanalyse durchgeführt.

Weiterführende Informationen bietet die Projekthomepage

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