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Transitions in Palliative Care (TransPaC) - Comparison of pathways in two different hospital settings


Projektstart: 01.06.2017
Projektende: 31.05.2020
Laufzeit: 36 Monate
Projektträger: Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Projektverantwortung vor Ort: Prof. Dr. Werner Schneider
Beteiligte Wissenschaftler der Universität Augsburg: Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIG)

Zusammenfassung

TransPaC ermittelt an zwei Standorten, Bonn und Augsburg, die Übergänge von Versorgungsverläufen aus der Perspektive des Gesundheitspersonals, der Patientinnen und Patienten sowie der pflegenden Angehörigen. Im Fokus der Untersuchung stehen der Vergleich von schnittstellenübergreifenden Versorgungsverläufen und die unterschiedlichen Versorgungsnetzwerke an den beiden Standorten.

Beschreibung

Eine qualitativ hochwertige palliative Versorgung ist abhängig von einer integrierten und kontinuierlichen sektorenübergreifenden palliativen Behandlung und Versorgung. Die Übergänge zwischen den unterschiedlichen Ebenen der Palliativversorgung sind von entscheidender Bedeutung, da häufig der Informationsfluss und die Behandlungskontinuität beeinträchtigt werden, ebenso wie das Vertrauen der PatientInnen in das beteiligte Gesundheitspersonals. Entlang eines Standortvergleichs zwischen Bonn und Augsburg untersucht TransPaC, (1) wo und wie häufig Übergänge zwischen den unterschiedlichen Ebenen oder Sektoren der Palliativversorgung stattfinden, (2) welche Probleme bei den Übergängen auftreten und (3) wie diese gelöst werden können.

Das Projekt gliedert sich in vier Phasen. In Phase 1 werden in einer retrospektiven Auswertung von PatientInnenakten Schnittstellen identifiziert. Versorgungslücken an diesen Schnittstellen in Experteninterviews an den jeweiligen Standorten mit jeweils 10 leitenden MitarbeiterInnen im Gesundheitswesen untersucht. In Phase 2 wird das Schnittstellenmanagement aus den unterschiedlichen Perspektiven von GesundheitsmitarbeiterInnen (Fokusgruppen mit ÄrztInnen, Pflegenden, Ehrenamtlichen) und mit PatientInnen und Angehörigen in jeweils 60 halbstrukturierten Interviews erfasst. In Phase 3 werden quantitative und qualitative Daten zum Schnittstellenmanagement von PatientInnen und Angehörigen in einer prospektiven Kohortenanalyse erhoben. In Phase 4 wird ein kohärentes Konzept zum Schnittstellenmanagement in einem Workshop entwickelt und disseminiert.

In allen Phasen werden im Zuge der Datenerhebung und Datenauswertung quantitative und qualitative Methoden kombiniert. Fragebögen, Interviewleitlinien und Auswertungsprozeduren werden in gemeinsamen Forschungsworkshops entwickelt. In allen Phasen werden die einzelnen Schritte bei der Planung, Erhebung und Auswertung zwischen den Studienzentren abgestimmt.