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Sterben zuhause im Heim (SiH) - Hospizkultur und Palliativkompetenz in der stationären Langzeitpflege


Projektstart: 01.11.2015
Projektende: 31.10.2017
Projektträger: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
Projektverantwortung vor Ort: Prof. Dr. Werner Schneider
Beteiligte Wissenschaftler der Universität Augsburg: Dr. Julia von Hayek
Stephan Marek, Dipl.-Soz.
Stephanie Stadelbacher, M.A.
Beteiligte Wissenschaftler / Kooperationen: Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIG)
Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) München

Zusammenfassung

Ziel des Projekts ist es, auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige und alltagstaugliche Umsetzung der Hospizkultur und Palliativmedizin in der stationären Langzeitpflege zu entwickeln und so die Situation sterbender Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen zu verbessern. Damit flankiert das Forschungsprojekt das vom Bundestag im November 2015 beschlossene Hospiz- und Palliativgesetz und steht im Kontext der allgemeinen Förderung von hospizlichen und palliativen Strukturen bei der Versorgung sterbender Menschen.

Beschreibung

Im Rahmen der Ausschreibung "Versorgung sterbender Menschen in der stationären Langzeitpflege" des Bundesministeriums für Gesundheit, verfolgt das Projekt "Sterben zuhause im Heim" in den nächsten zwei Jahren zwei Ziele:

Als Forschungsziel sollen eine Bestandsaufnahme der aktuellen Betreuung von Sterbenden in den vollstationären Pflegeeinrichtungen erarbeitet und die förderlichen sowie die hemmenden Faktoren für die Einführung und nachhaltige Umsetzung von Hospizkultur und Palliativkompetenz identifiziert werden. Dazu gehören (1) die Aufarbeitung des aktuellen Diskussions- und des wissenschaftlichen Forschungsstands, (2) eine standardisierte Vollerhebung stationärer Pflegeeinrichtungen im Hinblick auf die Versorgungssituation schwerstkranker und sterbender Menschen; Ergebnis ist eine deskriptive ‚Einrichtungslandkarte‘, die ausweist, inwieweit die Einrichtungen Hospizkultur bereits aufgegriffen und Palliativkompetenz implementiert haben. Und (3) eine qualitative Erhebung der Versorgungs- und Betreuungsrealität vor Ort via Interviews und Beobachtungen, um die typischen hemmenden und förderlichen Einflussfaktoren je nach Organisation und Struktur der Einrichtung bei der Implementierung von Hospizkultur und Palliativkompetenz aus der Sicht der beteiligten Akteure zu identifizieren.

Das Umsetzungsziel der Studie ist es, die gewonnenen Befunde in praxistaugliche – d.h. nicht allgemein-konzeptionelle, sondern auf konkrete, typische institutionell-organisatorische Merkmale und Rahmenbedingungen hin abgestimmte – Handlungsempfehlungen zur Einführung und Sicherung einer verbesserten Versorgung und Betreuung Sterbender in der stationären Langzeitpflege zu ‚übersetzen‘. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Verbreitung dieser Ergebnisse soll auch in der Breite eine nicht erforderliche, quasi reflexartige Überweisung ‚zum Sterben ins Krankenhaus‘ künftig stärker vermieden werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage.