Suche

Prof. em. Dr. Theo Stammen


Hans-Otto Mühleisen / Michael Philipp / Theo Stammen (Hg.), Fürstenspiegel der Frühen Neuzeit, Frankfurt 1997
Die Fürstenspiegel der Frühen Neuzeit zeigen oftmals erstaunlich moderne Ansichten. Ihr Themen sind die politische Pädagogik und Ethik ebenso wie die Staatsverwaltung und die politische Theorie. Sie handeln von der richtigen Erziehung des Fürsten, seiner guten und klugen Amtsführung, also vom guten Regiment, der aber auch von den Staatsaufgaben und den theoretischen Fundamenten fürstlicher Herrschaft. Dabei vereinen sie oft praktische Anweisung mit moralischer Erbauung oder Ermahnung.
Der Band stellt in längeren Textpassagen eine Auswahl von 18 repräsentativen Werke deutscher Fürstenspiegelautoren des 16. bis zum 18. Jahrhundert vor; vorangestellt sind jeweils Einleitungen zur Biographie des Autors und zum Werk. Der Band bietet viel zeitlos Bedenkenswertes für Politiker.
Dirk Berg-Schlosser / Gisela Riescher / Arno Waschkuhn (Hg.), "Politikwissenschaftliche Spiegelungen. Ideendiskurs - Institutionelle Fragen - Politische Kultur und Sprache". Festschrift für Theo Stammen, Opladen/ Wiesbaden 1998.
"Die Herausgeber und die Autorinnen und Autoren der Festschrift verdanken Theo Stammen - jede/jeder für sich und auf andere Weise - wissenschaftliche Förderung, kollegiale Zusammenarbeit und freundschaftliche Beziehungen: Es gilt dem akademischen Lehrer und Prüfer zu danken, für den der Mensch im Mittelpunkt steht, der Entfaltungsmöglichkeiten bietet und politische Positionen zuläßt, die nicht mit seinen deckungsgleich sind. Es gilt dem Vorgesetzten und Lehrstuhlinhaber zu danken, der stets nach seinem Vermögen fördert und unterstützt, dem Kollegen, der initiiert und motiviert, dem Freund und Weggefährten, für den Freundschaft auch Einsatz bedeutet." (aus der Laudatio der Festschrift)
Theo Stammen, Studien zum politischen Denken des Humanismus, Neuried 1999
Der Band stellt elf Studien zum politischen Denken des Humanismus zusammen, einer Epoche des politischen Denkens, die als Übergangsperiode zwischen Klassischer Antike und "neuzeitlicher Wissenschaft von der Politik à la Hobbes" wenig Beachtung findet. Der Autor will dabei auch "die herkömmlichen Pfade ideen-, sozial- und dogmengeschichtlicher Betrachtung politischer Theorie" verlassen und die gerade für den Humanismus typische "Vielfalt literarischer und rhetorischer Textformen und Argumentationsstrategien" in die Interpretation der Texte - Werke u.a. von Dante, Erasmus, Th. Morus und Ph. Melanchthon - einbeziehen. (aus der Vorrede)
Michael Philipp (Hg.), Georg Lauterbeck: Regentenbuch, Hildesheim/ Zürich/ New York 1997
Aus dem Vorwort: Das Regentenbuch des Georg Lauterbeck (ca. 1505-1570) war das deutschsprachige Standardwerk über Staatsaufgaben und politisch-moralische Verhaltensrichtlinien im Zeitalter der Konfessionalisierung. Eine derartige, umfassende Darstellung wäre heutzutage aufgrund der demokratischen Strukturen weder von großem Interesse noch aufgrund der Differenziertheit staatlicher Tätigkeitsfelder realisierbar. Im 16. und frühen 17. Jahrhundert dagegen, als der moderne institutionelle Staat einen ersten großen Wachstumsschub erfuhr, war ein solches Handbuch, vor freilich anderen politischen Rahmenbedingungen, nicht nur möglich, sondern auch höchst willkommen.
Manfred Uhl, Verfassungen in den politischen Systemtransformationen Osteuropas. Die postsozialistischen Verfassungsordnungen in der Russischen Föderation, Belarus und Lettland, Würzburg 1999
"Die Studie verfolgt einen systematischen Vergleich von Verfassungen und deren Prinzipien. Grundbestandteile (Essentials) der Verfassungsprinzipien werden herausgearbeitet, wobei das Demokratie- und Rechtsstaatsprinzip schwerpunktmässig behandelt werden. Historisch-kulturelle Determinanten der Systemtransformation, die jeweilige Verfassungsgeschichte sowie konkrete demokratisch-rechtsstaatliche Traditionslinien bilden dafür den Hintergrund. Umsetzungsbefunde der neuen normativen Verfassungsordnungen in den aktuellen Regierungssystemen oder im Verlauf der jüngsten Wahlen werden ebenfalls auszugsweise untersucht. Der Autor versucht, mit der Analyse dreier Verfassungen einen Beitrag zu bislang eher seltenen Vergleichsstudien in der Erforschung politischer Systemtransformationen Osteuropas zu liefern." (aus der Kurzbeschreibung des Verlages)
Theo Stammen/ Gisela Riescher/ Wilhelm Hofmann (Hg.), Hauptwerke der politischen Theorie, Stuttgart 1997
In 154 Artikeln werden Hauptwerke der politischen Ideengeschichte und der politischen sowie der politikwissenschaftlichen Theorie von der Antike bis zur Gegenwart vorgestellt. Die Auswahl geht weit über die 'Klassiker' des politischen Denkens hinaus und bietet einen repräsentativen Überblick zu den Schlüsselwerken liberalen, konservativen, sozialistischen und feministischen Denkens von Theodor W. Adorno bis Clara Zetkin.
Grundwissen Politik, hrsg. von der Bundeszentrale für politische Bildung, 3. Auflage, Bonn 1997
Mit "Grundlagen der Politik" (S. 13-46) beschäftigt sich Theo Stammen im Rahmen des Sammelbandes "Grundwissen Politik". Der Band ist bei der Bundeszentrale für politische Bildung erhältlich.
Heinrich Linus Förster, Von der Diktatur zur Demokratie - und zurück?, Hamburg 1998
In "Von der Diktatur zur Demokratie - und zurück?" behandelt der Autor politikfeldübergreifend die Systemtransformation Belarußlands.
Sieglinde Adler, Literarische Formen politischer Philosophie. Das Epigramm des 17. und 18. Jahrhunderts, Würzburg 1998
Herstellung und Erhalt von guter Ordnung und Herrschaft im Staat sind seit der Antike in unterschiedlichen Aussage- und Schriftformen bekannt. Die vorliegende Forschungsarbeit zum Epigramm des 17. und 18. Jahrhunderts soll der politischen Ideengeschichtsforschung neue Wege eröffnen. An einer literarischen Form werden Möglichkeiten aufgezeigt, umfangreiches gesellschaftliches Ordnungs- und Krisenwissen poetisch-ästhetisch und mit einer Vielfalt an rhetorischen Strategien (in appellativ kommunikativer Absicht) zu transportieren und kritisch bewußt zu machen. Über die ästhetischen Kategorien der Rezeption und Reflexion, der künstlerischen Produktion und der Kommunikation sollen politische Lehre vermittelt, im hermeneutischen Erkenntnisvollzug (von Verstehen Auslegen und Anwenden) Lernprozesse angeregt werden, die zu vertiefter Wahrheitssuche in der Geschichts- und Weltdeutung auffordern.
tuerkische_aussenpolitik Efe Çaman, Türkische Außenpolitik nach dem Ende des Ost-West-Konflikts. Außenpolitische Kontinuität und Neuorientierung zwischen der EU- Integration und neuer Regionalpolitik, ORT 2005 (Diss.),
ISBN 3-86573-104-X, 434 Seiten, 28 Euro
Das vorliegende Buch untersucht die auswärtige Politik der Türkei nach dem Ende des Ost-West-Konflikts. In der Analyse werden die Einflüsse der bedeutsamsten Determinanten der türkischen Außenpolitik, die außenpolitische Gestaltungsproblematik, die türkische Europapolitik ganz besonders aus der Perspektive der türkischen Integration in die Europäische Union sowie die neue Regionalpolitik am Beispiel der türkischen Kaukasus- und Zentralasienpolitik behandelt. Der Autor versucht, die Außenpolitik der Türkei in der neuen globalen und regionalen Konstellation unter verschiedenen Aspekten zu analysieren, ihre Teilkomponenten in ihrer Gesamtkomplexität darzustellen und die Außenpolitik der Türkei zu lokalisieren bzw. zu verorten. Dies ist insbesondere angesichts der Aktualität der Türkei im Kontext des europäischen Integrationsprozesses von großer Relevanz. Das Buch leistet in diesem Zusammenhang seinen Beitrag.