apl. Prof. Dr. Hans Peter Sturm
Ausrichtung der Lehre:
Abendländische-/asiatische-, besonders indische Philosophie
Schwerpunkt interkulturelle Philosophie und Comparative Philosophy
Sprechzeiten: In der Vorlesungszeit,
Donnerstag 15:30 Uhr Raum 2040
Email: |
|
Lebenslauf
Tabellarischer Lebenslauf (wissenschaftsspezifisch)
| Name: |
Hans Peter Sturm |
| Geburtsdatum: |
30. Juni 1952 |
| Erststudium: |
Ludwig-Maximilians Universität München.
Studienhauptfächer: Soziologie, Indologie
Nebenfächer: Psychologie, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftspolitik
|
| Hochschulabschluß: |
28. 6. 1979: Diplom im Fach Soziologie, Ludwig-Maximilians Universität München |
| Zweitstudium: |
1979 - 1986: Philosophie, Ludwig-Maximilians Universität München |
| Berufstätigkeit: |
1980 - 1986: freiberuflicher Ernährungsberater und Mitarbeiter an Projekten für Ernährungslehre und allgemeine Gesundheitslehre |
| Promotionsstudium: |
ab Wintersemester 1987/88, Universität Augsburg |
| Erlangung des Doktorgrades (Dr. phil.): |
23. 11. 1994 (Tag der mündlichen Prüfung):
Universität Augsburg. Hauptfach: Philosophie; Nebenfächer: Soziologie und Psychologie |
| Universitätspreis |
der Universität Augsburg für die Promotion (5. 7. 1996) |
| Wissenschaftliche Tätigkeit: |
November 1992 - Ende Februar 1995: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lst. f. Philosophie, Univ. Augsburg,
ab März 1995 bis Juni 1998: Lehrbeauftragter, Philosophische Fakultät I der Universität Augsburg |
| Habilitation: |
14. 1. 1998: Universität Augsburg |
| Venia legendi: |
seit 12. 6. 1998: Privatdozentur Universität Augsburg |
| Wissenschaftliche Tätigkeit: |
15. 2. 2000 - 14. 2. 2002: Universität Augsburg:
Mitarbeiter an einem Forschungsprojekt zur Ethik |
| Autorentätigkeit: |
ab Juni 2002 freie Autorentätigkeit für Verlage |
| Lehrtätigkeit: |
seit WS 2003/04: selbständige Dozentur für Interkulturelle Philosophie an der Fachhochschule München |
| Professorentitel: |
17. 2. 2007: Ernennung zum außerplanmäßigen Professor |
| Lehrtätigkeit: |
ab Okt. 2007: Wissenschaftl. Angestellter an der Univ. Augsburg, Fach Philosophie |
| Wissenschaftspreis: |
für Mystik der Theophrastus-Gesellschaft (12. 4. 2008) |
| |
|
| Augsburg, im Juli 2009 |
|
Publikationen
Monographien:
- Weder Sein noch Nichtsein. Der Urteilsvierkant (catuṣkoṭi) und seine Korollarien im östlichen und westlichen Denken, Würzburg 1996, XXII+575 Seiten (1996 ausgezeichnet mit dem Universitätspreis der Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg)
- Urteilsenthaltung oder Weisheitsliebe zwischen Welterklärung und Lebenskunst, Freiburg/Br.-München 2002, 528 Seiten
- Widerspiegelung des Geistes I. Die vier Stadien der Ent-Setzung (in) der buddhistischen Mittelweg-Philosophie, nebst Parallelen aus J. G. Fichtes „Wissenschaftslehren“. Eine Grundlegung der Strukturtheorie der Reflexion, Augsburg 2004, 119 Seiten
- & Ceming, Katharina: Buddhismus, Frankfurt/M. 2005, 128 Seiten
für den Druck fertiggestellt oder in Vorbereitung:
- Widerspiegelung des Geistes I. Die vier Stadien des Ent–Setzens (in) der buddhistischen Philosophie Ārya Nāgārjuna’s nebst Parallelen aus J. G. Fichtes »Wissenschaftslehre«. Eine Grundlegung der Strukturtheorie der Reflexion, 2. vollständig überarbeitete, verbesserte und erweiterte Auflage mit leicht verändertem Titel, ca. 330 Seiten, voraussichtl. Erscheinungsdatum: Anfang 2010
- Widerspiegelung des Geistes II/1. Die vier Wissenskonstituenzien (in) der antiken Philosophie des Westens (und Ostens). ca. 475 Seiten, voraussichtl. Erscheinungsdatum: Ende 2010
- Widerspiegelung des Geistes II/2. Die vier Wissenskonstituenzien (in) der antiken Philosophie des Ostens (und Westens) (ca. 500 Seiten), voraussichtl. Erscheinungsdatum: 2011
Weitere Werke:
- a) zur Dialektik und Meta-Dialektik Ost/West,
- b) zu Reflexion und Selbstreferenz Ost/West,
- c) zur philosophischen Hymnik Ost/West
sind in Bearbeitung.
Zeitschriftenartikel:
- Augsburger-Zagreber Philosophische Gespräche. Ein Tagungsbericht, in: Philosophisches Jahrbuch 96-1 (1989), Freiburg - München, 172-177
- Rasplinuće svijeta i pravo na znanje. Budistička misao kod Schellinga?, in: Filozofska istraživanja 50 (1993), Zagreb, 609-622
- Leere im Herzen. Zur vierfachen ontologischen Unbestimmbarkeit in der antiken indischen und griechischen Philosophie, in: Hōrin. Comparative Studies in Japanese Culture 6 (1999), München, 113-138
- Leerheit gleich Gelassenheit, in: Edith-Stein-Jahrbuch 6 (2000), Würzburg, 247-258
- Absolute Grunddisjunktion und Hypostasen. Das Vierphasen-Schema des Wissens bei J. G. Fichte und Plotin, in: Fichte-Studien 22 (2003), Amsterdam-New York 2003, 37-47
Artikel in Sammelbänden und Festschriften
- Ethische Evokationen der Sophistik. Sokrates und die Aufklärung der Protagoreischen Widerspruchsunmöglichkeit, in: <edd.> Baruzzi, Arno & Takeichi, Akihiro: Ethos des Interkulturellen. Was ist das, woran wir uns jetzt und in Zukunft halten können?, Würzburg 1998, 125-146
- Tetralogos - Ein erster Versuch. Die vier Positionen der Aussage und die vier Glieder des Geistes in der Māṇḍūkya-Upaniṣad und der ars coniecturalis des Nicolaus Cusanus, in: <edd.> Schneider, Notger & Mall, Ram Adhar & Lohmar, Dieter: Einheit und Vielfalt. Das Verstehen der Kulturen, Studien zur interkulturellen Philosophie Bd. 9, Amsterdam-Atlanta 1998, 85-98
- „Yoking“ or Yoga in the Philosophy of Plato, in: <edd.> Hoffman, Frank J. & Mishra, Godabarisha (with Montalvo, David): Breaking Barriers. Essays in Asian and Comparative Philosophy in Honor of Ramakrishna Puligandla, Fremont/CA 2003, 237-252
- & Ceming, Katharina: Buddhismus, in: Wissen aktuell, Weltreligionen. Die bedeutendsten Daten, Fakten, Ereignisse und Personen, Trautwein Lexikon-Edition, München 2003, 283-352
Artikel – für den Druck fertiggestellt und in Vorbereitung:
- Erscheinung und Wirklichkeit in der Spekulation Francis H. Bradley's (1846 - 1924), überarbeiteter Habilitationsvortrag (18 Laserskript-Seiten)
- „Gelassenheit“ am Anfang der deutschen Philosophie. Ein Aufriß unter Berücksichtigung der Philologie, Manuskript eines Vortrags am Department of Foreign Languages der Universität Pune/India vom 17. 9. 2002 (12 Laserskript-Seiten)
- Gleichmut und Sanftmut. Toleranz zwischen Weisheitsideal und ethischem Sachzwang (12 Laserskript-Seiten), wird erscheinen im Tagungsband des internationalen Wissenschaftskongresses „Tolerance in the Context of Interculturality and Globalization“ vom 12. 3. 2002 - 16. 3. 2002 in Mumbai (India)
Buchbesprechung:
- Buchbesprechung: Richard Ingardia, Bradley. A Research Bibliography (= Part of the Series: Bibliographies of Famous Philosophers), Philosophy Documentation Center, Bowling Green/Ohio 1991, in: Philosophisches Jahrbuch 104-2 (1997), Freiburg - München, 431-438 (mit Ergänzungsbibliographie)
Stand: Juli 2009
Aktuelle Lehrprojekte
apl. Prof. Dr. Hans P. Sturm
Entwurf des Lehrprojekts »Interkulturelle Philosophie«
Zielgruppe: Haupt- und Nebenfachstudierende der Philosophie, der Europäischen Kulturwissenschaft, der Lehrämter und Theologie wie all diejenigen, die ein Grundverständnis für außereuropäische Weltanschauungen und deren Verhältnis zu europäischen gewinnen wollen
Zeitrahmen: 4 Semester à 5 Wochenstunden
Art der Lehrveranstaltungen:
- a) zur Wissensaufnahme bzw. -aneignung:
Vorlesung und Mischform von Vorlesung und Seminar
- b) zur Wissensbe- und Wissensverarbeitung:
Seminar oder Lektürekurs; Seminare umfassen experimentelle Komponenten, durch welche das Lernen intensiviert und mit aktiven Momenten (knowing by doing) durchsetzt werden sollen
- c) zur Wissensproblematisierung:
Kolloquien und Tutorien, die großenteils von den Interessen und den Beiträgen der Teilnehmer bestimmt sein sollen
Lernphasen: 1. Semester: Grundlegungsabschnitt; Vermittlung eines Überblicks über die in der VL des WS 07/08 genannten Aspekte
2. Semester: Präzisierender Abschnitt der Darstellung des Hauptzweiges Interkultureller Philosophie, der Transkulturell Vergleichenden Philosophie (Cross-cultural Comparative Philosophy), der zugleich als deren erste Ausprägung und Stifterform angesehen werden muß
3. Semester: Erster Abschnitt der Konkretion durch formale und inhaltliche Erschließung von Lehren theoretischer Natur der bestimmenden Schulrichtungen und Vertreter der wichtigsten Philosophietraditionen der Welt
4. Semester: Zweiter Abschnitt der Konkretion durch Vermittlung und Erarbeitung der bedenkenswertesten Beiträge praktischer Philosophie, philosophischer Lebensformen und Einübung in die weisheitliche Existenz, die in bedeutenden Philosophien der Menschheit hervorgebracht wurden.
Lernziele:
- a) Aneignung interkultureller Kompetenz in Fragen der Weltanschauung und darauf basierender Lebensführung
- b) Vertiefung des Verständnisses von der eigenen Tradition via Blick auf das Fremde
- c) Vertrautwerden mit Forschungsgebieten, bei denen Interdisziplinarität gefordert ist
Plan der Lehrveranstaltungen
WS 07/08
- a) Vorlesung: Ansätze interkultureller Philosophie: Einführung und allgemeine Übersicht (Begriffsdefinitionen, Systematik, Gegenstandsbereiche, Methodiken, Disziplinfelder)
- b) Begleitseminar zur Vorlesung
- c) ergänzendes Kolloquium
SS 08
- a) Vorlesung: Transkulturell Vergleichende Philosophie (Cross-cultural Comparative Philosophy), der wichtigste Zweig der Interkulturellen Philosophie; Methode, Geschichte, Gegenstände, Forschungsstand, Beispiele
- b) Begleitseminar zur Vorlesung
- c) ergänzendes Kolloquium
WS 08/09
- a) Vorlesung: Theoretische Hauptströmungen und Grundanschauungen westlicher und östlicher Metaphysik (z. B. Platonismus : Hinduismus; Buddhismus : Skepsis; Daoismus : Vedanta etc.)
- b) Begleitseminar zur Vorlesung
- c) ergänzendes Kolloquium
SS 09
- a) Vorlesung
Ansätze praktischer Philosophie (Ethik) und philosophischer Praxis (Geistesschulung) in den Philosophieen und religiösen Lehren der Welt
-
b) Begleitseminar zur Vorlesung
-
c) ergänzendes Kolloquium
Das Lehrprojekt umfaßt den Durchgang durch alle relevanten Gesichtspunkte der Interkulturellen Philosophie. Es ist konzipiert als stufenweises und in sich abgeschlossenes Schulungsangebot, in dem versucht wird, den neuen Herausforderungen und Anforderungen universitären Lernens in einer Welt, die durch Globalisierung geprägt ist, gerecht zu werden.
Vorträge
bei internationalen wissenschaftlichen Veranstaltungen
19. 5. 1993, Tagungsstätte St. Ulrich, Augsburg, „Drittes Augsburger‑Zagreber philosophisches Gespräch“ zwischen den Universitäten Zagreb und Augsburg vom 17. - 19. 5. 1993:
-- Weltverflüchtigung und Wissensanspruch. Buddhistisches bei Schelling?
27. 6. 1996, Eko‑Haus der Japanischen Kultur, Internationales Symposium zur „Kausalität“ vom 25. - 28. 6. 1996:
-- Vierfache Verneinung und Unbestimmbarkeit in der antiken indischen und griechischen Philosophie
9. 10. 1997, Universität Bremen, 2. Bremer Kongreß Interkulturalität „Einheit und Vielfalt - Das Verstehen der Kulturen“ vom 8. - 11. 10. 1997:
-- Die Vierfache Negationslogik im östlichen und westlichen Denken
5. 10. 2000, Humboldt Universität, Berlin, „Fichte in Berlin“, Kongreß der Internationalen Johann Gottlieb Fichte Gesellschaft vom 3. - 7. 10. 2000:
-- Die antike Hypostasenlehre und Fichtes Theorie der Fünffachheit
14. 3. 2002, University of Mumbai, ehem. Bombay (India), Internationaler Wissenschaftskongress „Tolerance in the Context of Interculturality and Globalization“ vom 12. 3. 2002 - 16. 3. 2002:
-- Gleichmut und Sanftmut. Toleranz zwischen Weisheitsideal und ethischem Sachzwang.
17. 9. 2002, University of Pune/India, Department of Foreign Languages, Gastvortrag:
-- „Gelassenheit“ am Anfang der deutschen Philosophie. Ein Aufriß unter Berücksichtigung der Philologie.
12. 10. 2002, Universität München, Internationaler Kongress der Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie in Zusammenarbeit mit dem Department für Philosophie der Universität München vom 9. - 12. Oktober 2002:
-- Sprechen, Unaussprechliches, Sprachlosigkeit. Setzung und Entsetzung (in) der Philosophie - Ost/West.
28. 6. 2003, Tagungszentrum Marienthal, Jahrestagung der Gesellschaft für Asiatische Philosophie vom 28. - 29. Juni 2003:
-- Die Wissenskonstituenten im Neuplatonismus, Ved~nta und Vijñ~nav~da.
19. 6. 2004, Universität zu Köln, Internationaler Kongress der Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie und des Philosophischen Seminars der Universität zu Köln vom 17. - 20. Juni 2004, „Tradition und Traditionsbruch. Interkulturelle - philosophische - Perspektiven zwischen relativierender Skepsis und dogmatischer Selbstbehauptung“:
-- Gedanken zur Struktur der Transkulturellen Philosophie.
6. 7. 2006, Universität Augsburg, „Symposium Philosophie heute“:
- Philosophiewissenschaftliches Vergessen der Interkulturalität
25. 1. 2007, Universität Augsburg, „Symposium Philosophie: Lebenskonzepte. Denken Fühlen Handeln“:
-- Disziplinierung von Fühlen, Wollen und Handeln als Weg zum Glück.
31.1.2008, Universität Augsburg, „Symposium Philosophie: Zu schön, um wahr zu sein? Themenkreis Ästhetik“:
-- Grade des Schönen: Platon, Symposion 210A5-212A8.
Daneben zahlreiche popularwissenschaftliche Vorträge an staatlichen, privaten und kirchlichen Bildungseinrichtungen.
Stand: Juli 2009