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„1989" und Bildungsmedien

Die diesjährige Jahrestagung der Gesellschaft fand vom 26. bis zum 28. September 2014 in Berlin in den Räumen der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung statt. Rund 40 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus neun Ländern befassten sich mit den Auswirkungen, die „1989“ – verstanden als Chiffre für die gewaltigen politischen Veränderungen in Mittel- und Osteuropa, häufig als „(Friedliche) Revolution“ oder auch als „Wende“ bezeichnet – auf Bildungsmedien hatte.

Dabei ging es zunächst um die veränderten Produktionsbedingungen und die gesellschaftlichen Herausforderungen, vor die Autorinnen und Autoren sowie Verleger von Bildungsmedien sich beispielsweise in Polen, Rumänien und Serbien gestellt sahen. Des Weiteren behandelten etliche Beiträge inhaltliche Veränderungen in Lehrmitteln für einzelne Fächer, die den politisch-gesellschaftlichen Veränderungen in den betreffenden Ländern einschließlich der ehemaligen DDR geschuldet waren. Dies betraf u.a. die Fächer Heimatkunde, Englisch, Chemie, Geschichte und Geographie. Und schließlich ging es um die Darstellung des vereinten Deutschland und des veränderten Europa in Schulbüchern von Ländern, die selbst nicht von den Umwälzungen betroffen waren, etwa die Schweiz, Finnland, Norwegen und Italien. Programm zum Download …

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen wurden durch die interessanten und vielseitigen Beiträge zu intensiven Diskussionen angeregt. Die Vorträge werden im kommenden Jahr in einem Tagungsband veröffentlicht.