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Jahrestagung 2017: Religion und Bildungsmedien

Newsletter der Interessengemeinschaft Fibeln

Neuerscheinungen

Bericht von der Jahrestagung 2016: Heterogenität und Bildungsmedien

 

Religion und Bildungsmedien

Jahrestagung der Internationalen Gesellschaft für historische und systematische Schulbuch- und Bildungsmedienforschung e.V.,
6. – 8. Oktober 2017, in Augsburg

Im Jahr des 500-jährigen Reformationsjubiläums wendet sich die Jahrestagung der Internationalen Gesellschaft für historische und systematische Schulbuch- und Bildungsmedienforschung e.V. (IGSBi) dem wichtigen und oftmals vernachlässigten Thema „Religion und Bildungsmedien“ zu.

Zu allen Zeiten und in allen Kulturen zeigt sich Religion als eine bedeutende menschliche Praxis. Dies schlug und schlägt sich u.a. in Lehrplänen und Curricula nieder und führt(e) auch zu einer Fülle einschlägiger Bildungsmedien (z.B. Katechismen, Schulbüchern, Schulwandbildern, Lehrfilmen und Internetplattformen). Daneben waren und sind religiöse Themen immer auch in nicht genuin für Religionslehre bestimmten Bildungsmedien präsent. (Kontroversen um) Religion(en), ihre (vermeintlich) richtige Darstellung und ihren Einfluss fanden und finden Eingang in Bildungsmedien; sie beeinfluss(t)en aber auch ihre Erstellung und Verbreitung.

Vor diesem Hintergrund befassen sich die Referenten und Referentinnen auf der Jahrestagung mit folgenden Themen:

Ein Panel der Interessengemeinschaft Fibeln befasst sich in Vorträgen und in einem Roundtable-Gespräch mit dem Thema "Lesen lernen mit katechetischen Texten - historische Annäherungen".

Die Tagung findet in Augsburg, Deutschland, statt. Tagungsort ist das Tagungshotel der Diakonie „Am alten Park“, Frölichstraße 17, 86150 Augsburg.

Programm

 

Soeben erschienen:

RPI_13 1Newsletter No. 13 der Interessengemeinschaft Fibeln (SIG RP)
mit vielen interessanten Beiträgen rund um die Fibelforschung.


Zum Download

 



 

 

Neuerscheinungen

Anja Sauer: Materialwissenschaft im Schulbuch. Eine Analyse materialwissenschaftlicher Inhalte in Chemie-Schulbüchern mit einem Methodenvergleich für die Frequenz- und Raumanalyse (Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2017)

Sauer_MaterialwissenschaftDie Forderungen nach technischen Themen in der weiter­führenden Schule nehmen zu. Die Material­wis­sen­schaft, eine interdisziplinäre Ingenieur­wis­sen­schaft, besitzt aufgrund ihrer methodischen Nähe zur Chemie das Potential, natur­wissen­schaft­liche Gesetz­mäßigkeiten in technikrelevanten An­wen­dungs­kon­tex­ten zu vermitteln. Damit rückt die Frage in den Fokus, welche mate­rial­wis­sen­schaft­lichen Inhalte im Chemie-Schul­buch bereits vorhanden sind.

In einer Schulbuch-Analyse werden Chemie-Schulbücher auf vorhandene material­wis­sen­schaft­liche Inhalte (Werk­stoff­anwendung, Fer­ti­gungs­tech­nik, Werkstoff­prüfung, Auswahl der dargestellten Materialien) hin untersucht. Anschließend erfolgt ein Abgleich der identifizierten Inhalte hinsichtlich ihrer Relevanz für die materialwissenschaftliche Praxis auf Basis einer explorativen Fragebogenstudie.

Zusätzlich werden für Chemie-Schul­bücher der 70er Jahre die Ausprägungen vor dem Hintergrund der polytechnischen Bildung in der DDR jenen in Schul­büchern der Bundesrepublik gegenübergestellt. Außerdem werden die Struk­tur­elemente erhoben, die im Schulbuch der Darstellung material­wis­sen­schaft­licher Inhalte dienen. Für die Analyse werden im Sinne der qualitativen Inhaltsanalyse (nach Mayring) zwei Kategoriensysteme sowie zugehörige Unterkategoriensysteme entwickelt. Basierend auf diesen Daten wird ein Vergleich für zwei quantitative Methoden der Schulbuchforschung – die Frequenz- und die Raumanalyse – durchgeführt.

Zum Inhaltsverzeichnis und zur Einleitung dieses Buches

 

Eva Matthes / Sylvia Schütze (Hrsg.): Schulbücher auf dem Prüfstand / Textbooks under Scrutiny (Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2016)

SchulbuecheraufdemPruefstandWenn man davon ausgeht, dass Schulbücher bzw. schulbezogene Bildungsmedien generell neben Lehrplänen und noch unmittelbarer als diese die zentralen Steuerungsmittel des Unterrichts sind, also Inhalte und deren Vermittlung entscheidend mitbestimmen, liegt es nahe, sie auf dem Prüfstand sehen zu wollen. Aber: Wer stellt sie auf den Prüfstand? Wer ist berechtigt, dies zu tun? Und welches sind die Prüfkriterien?

Ein Schwerpunkt dieses Bandes liegt auf staatlichen Zulassungsverfahren. Diese unterscheiden sich, nicht zuletzt nach Zustand der jeweiligen politischen Systeme, in ihrer Intention und ihrer Beschaffenheit deutlich voneinander.

Ein weiterer Fokus gilt den Versuchen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen, Schulbüchern – beispielsweise aus weltanschaulichen, politischen, religiösen oder wirtschaftlichen Gründen – ihre Legitimität abzusprechen oder selber Schulbücher (und zunehmend auch: Online-Lehrmittel!) mit bestimmten – gegen andere gerichteten – Inhalten durchzusetzen.

Und schließlich enthält der Band auch einschlägige Beiträge, die aus (bildungs-)wissenschaftlicher Perspektive prüfen, inwieweit Schulbücher den aktuellen bildungspolitischen und didaktischen Trends der Umsetzung von Bildungsstandards und Kompetenzmodellen entsprechen.

In dem Band finden sich Beiträge zu Prüf- und Legitimationsverfahren in Belgien, Deutschland, Griechenland, Norwegen, Österreich, Serbien, Tschechien, Ungarn und den USA.

Zum Inhaltsverzeichnis und zur Einleitung dieses Buches

 

Eva Matthes / Sylvia Schütze (Hrsg.): „1989“ und Bildungsmedien / “1989“ and Educational Media (Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2016)

1989undBildungsmedienDie Autorinnen und Autoren dieses Bandes befassen sich mit den Auswirkungen, die „1989“ – verstanden als Chiffre für die fundamentalen politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in Mittel- und Osteuropa um 1989, häufig als „Wende“, zutreffender als „(Friedliche) Revolution“ bezeichnet – auf Bildungsmedien hatte.

Dabei geht es zum einen um die veränderten Produktionsbedingungen und die gesellschaftlichen Herausforderungen, vor die Autorinnen und Autoren sowie Verleger von Bildungsmedien sich in den ehemals sozialistischen Ländern gestellt sahen.

Des Weiteren behandeln etliche Beiträge inhaltliche Veränderungen in Lehrmitteln für einzelne Fächer, die den politisch-gesellschaftlichen Veränderungen in den betreffenden Ländern einschließlich der ehemaligen DDR geschuldet waren. Dies betrifft u.a. die Fächer Heimatkunde, Englisch, Chemie, Biologie, Geschichte und Geographie.

Neben diesen Beiträgen aus Deutschland, Polen, Rumänien, Russland, Serbien und Tschechien geht es auch um die Darstellung des vereinten Deutschlands und des veränderten Europas in Schulbüchern von Ländern, die selbst nicht von den Umwälzungen betroffen waren – in England, Finnland, Frankreich, Italien, Norwegen, der Schweiz und Spanien.

Zum Inhaltsverzeichnis und zur Einleitung dieses Buches

 

Bericht von der Jahrestagung 2016: Heterogenität und Bildungsmedien

Die diesjährige Jahrestagung der Gesellschaft fand vom 30. September bis zum 2. Oktober im Gemeindehaus der Uranienborg-Kirche in Oslo statt. Die Organistin der gastgebenden Gemeinde, Kirchenmusikprofessorin Inger-Lise Ulsrud, bereicherte das Programm am ersten Abend mit einem herausragenden Orgelkonzert.

Rund 40 Teilnehmer/innen aus neun Ländern diskutierten an den drei Veranstaltungstagen das Thema „Heterogenität und Bildungsmedien“ unter unterschiedlichen Aspekten.

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Im einleitenden Teil wurde Heterogenität aus verlegerischer Perspektive und aus Sicht von Lehrmittelautor*innen als Herausforderung beschrieben, zu deren Bewältigung unterschiedliche Konzepte und Lösungsansätze vorgestellt wurden.

Die ersten beiden Themenblöcke befassten sich mit Möglichkeiten der inneren Differenzierung in heterogenen Lerngruppen. Im ersten Themenblock erläuterten Referent*innen aus der Schweiz, Italien und Deutschland mediale Perspektiven der inneren Differenzierung. So ging es u.a. um multimediale und multimodale Ansätze, das Konzept der Augmented Reality und adaptive Schulbücher; es wurden auch Forschungsergebnisse zum Nutzungsverhalten vorgestellt. Befunde und Ansätze zur inneren Differenzierung in einzelnen Schulfächern und Lernumgebungen standen im Mittelpunkt des zweiten Themenblocks; es ging um Lehrmittel für den Deutsch-, Geographie-, Biologie- und Mathematikunterricht, aber auch um das Lernen an einem außerschulischen Lernort – immer mit Bezug auf eine heterogene Gruppe von Lernenden.

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Der Darstellung von Heterogenität in Bildungsmediensowohl in historischer als auch in aktueller Perspektive – widmeten sich zwei weitere Themenblöcke. Die Vorträge der Referent*innen aus Polen, den Niederlanden, Norwegen, Belgien, Ungarn und Deutschland nahmen die Darstellung unterschiedlicher Geschlechter, Ethnien, Religionen und sexueller Orientierungen in den Blick.

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Der letzte Themenblock galt sprachlicher Heterogenität, d.h., dem Sprachenlernen in einem mehrsprachigen Umfeld. Die Referent*innen aus Serbien, Russland, Italien und Deutschland untersuchten Bildungsmedien aus Vergangenheit und Gegenwart und präsentierten eigene Lösungen, stets mit Blick auf geeignete Konzepte für mehrsprachige Lerngruppen – eine der zu Beginn der Tagung skizzierten Herausforderungen in einer globalisierten Welt. 

Zum Programm

Die Tagungsbeiträge werden 2017 in einem Sammelband veröffentlicht.

Die nächste Jahrestagung wird vom 6. bis 8. Oktober 2017 in Augsburg stattfinden. Tagungsthema: "Religion und Bildungsmedien".